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Spielbank-Räubermuss in Jugendknast

Wolfsburg Spielbank-Räubermuss in Jugendknast

Er wollte Kohle und bekam Cola: Dieser SpielbankRäuber sorgte im vergangenen Sommer zwar für einige Lacher, aber lustig war‘s eigentlich nicht. Denn der Täter war erst 16 Jahre alt und finanzierte mit den Überfällen seine Drogensucht. Vor dem Jugendgericht wurde ihm jetzt der Prozess gemacht - er muss in den Jugendknast.

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Überfälle: Im „City-Casino“ ging der 16-Jährige leer aus, im „Nuovo Line“ (li.) forderte er Geöd, bekam vom schottischen Barkeeper aber nur eine Cola.

Quelle: Archiv

Die Raubüberfälle spielten sich am 19. Juni 2013 ab: Mit einer Ski-Maske vermummt und einer täuschend echten Spielzeugpistole kreuzt der 16-Jährige am helllichten Tag in der Spielhalle „PlayOne“ in der Breslauer Straße auf und bedroht die Kassierin und Kunden mit der Waffe. Beute: 300 Euro.

Anschließend trifft sich der junge Räuber mit Kumpels am Allersee, um das Geld auf den Kopf zu hauen. Als die Bestände zur Neige gehen, will der 16-Jährige mehr. Er betritt am späten Abend das „City-Casino“ in der Fuzo - mit einem weißen Kapuzenpulli vermummt und der Spielzeugpistole im Hosenbund. Doch die Spielhallenaufsicht ist nicht vor Ort. Der Jugendliche flüchtet, der Betreiber nimmt die Verfolgung auf.

Wenige Meter entfernt fordert der Räuber in der Spielhalle „Nuovo Line“ von einem Angestellten Geld, doch der Mann aus Schottland versteht ihn falsch und reicht statt der geforderten „Kohle“ eine Cola herüber. Der 16-Jährige trinkt, verschwindet und wird festgenommen.

Zur Anklage kam es wegen des Raubüberfalls in der Breslauer Straße und eines Diebstahls in der Turnhalle des THG. Dort hatte der 16-Jährige einem Jugendlichen 100 Euro gestohlen. Der Angeklagte gab die Taten zu und begründete sie mit seiner Drogensucht und Geldproblemen. Urteil: Zwei Wochen Jugendarrest sowie ein Jahr und acht Monate auf Bewährung. Dazu kommen Beratungsgespräche, Urinkontrollen und 100 Arbeitsstunden.

rpf

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