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Stadt Wolfsburg Spezielles Training für Ärzte, Pfleger und Polizisten
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Spezielles Training für Ärzte, Pfleger und Polizisten
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00:29 29.04.2018
Polizei im Einsatz: Immer häufiger werden Beamte bei Routinekontrollen von aggressiven Verkehrsteilnehmern angegriffen. Quelle: Tilman Kortenhaus
Wolfsburg

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 2017 gab es 75 Übergriffe auf Polizisten in Wolfsburg, eine Steigerung zum Vorjahr um über 70 Prozent. Bundesweit wurden laut aktueller Polizei-Kriminalstatistik 48.420 Opfer registriert. Das Wolfsburger Klinikum setzt auf Sicherheitsdienst und spezielles Deeskalationstraining, ebenso die Polizei.

Gaffer, aggressive Verkehrsteilnehmer oder Patienten – leidgeprüft sind mittlerweile die Einsatzkräfte. Während sie helfen wollen, werden sie immer öfter Opfer von Gewalt und Widerstand. Eine Entwicklung, die bundesweit zu beobachten ist. Der Ton wird rauer, der Umgang auch. Und zu spüren bekommen es Feuerwehrmänner im Einsatz, Polizisten bei alltäglichen Kontrollen oder Ärzte und Schwestern in der Notaufnahme. Zuletzt haben in der Silvesternacht Unbekannte die Feuerwehrleute aus Vorsfelde mit Raketen beschossen. „Unfassbar“, kommentierte seinerzeit Oberbürgermeister Klaus Mohrs.

Rettungskräfte im Einsatz: Sie wollen helfen – und werden immer öfter Opfer von Gewalt. Quelle: dpa

Nicht anders die Lage bei der Polizei. Sprecher Sven-Marco Claus schildert einen drastischen Fall: „Bei einer Routine-Verkehrskontrolle stieg am Reislinger Markt ein Autofahrer aus seinem Wagen und versetzte dem Kollegen unvermittelt einen Schlag aufs Nasenbein.“ Mittlerweile sei Gewalt gegen Einsatzkräfte eben nicht nur bei Großeinsätzen oder Fußballspielen an der Tagesordnung, sondern auch bei Routinearbeiten. Claus: „Alle Polizisten werden auf solche Situationen durch ein besonderes Angriffs- und Zugriffstraining vorbereitet. Angesichts der steigenden Übergriffe spielen wir mit dem Gedanken, das Training auszubauen und zu erweitern.“

Notaufnahme: Am Wolfsburger Klinikum bekommen Pfleger und Ärzte ein spezielles Deeskalationstraining. Quelle: dpa

Auch am Klinikum wird das Personal geschult, um auf aggressive und gewalttätige Patienten zu reagieren. Klinikumssprecher Thomas Helmke: „Das Sicherheitstraining besteht aus vielen kurzen theoretischen Abschnitten, die gleich im Anschluss in der Praxis geübt werden. Ein erster Schritt zur Problemlösung besteht darin, Gewalt fördernde Faktoren und Konfliktsituationen zu erkennen.“ Vor allem in der Notaufnahme, die täglich von 80 bis 100 Patienten aufgesucht wird, kommt es immer wieder zu Auseinandersetzung. Ein Sicherheitsdienst unterstützt das Personal in den Nachtstunden, am Wochenende und bei Großveranstaltungen.

Von Claudia Jeske

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