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Stadt Wolfsburg Sparzwang: Stadt will weniger Bäume pflanzen
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Sparzwang: Stadt will weniger Bäume pflanzen
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00:16 20.11.2016
Baumfällarbeiten: Womöglich wird im nächsten Jahr in Wolfsburg nicht jeder gefällte Baum ersetzt. Grund ist die angespannte Haushaltslage.
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Wolfsburg

Zwar laufen die Beratungen für den künftigen Haushalt noch, aber es könnte „zumindest in 2017 eine ‚Delle‘ geben“, sagt Ralf Schmidt von der Kommunikation der Stadt. Dann müssten Prioritäten gesetzt werden, vielleicht auch auf Kosten der Pflanzenwelt.

Das sieht Naturschützer Theodor Diercks „sehr kritisch“. Grundsätzlich sei es sehr wichtig, dass es für Bäume, die gefällt werden müssen, weil sie von einer Krankheit befallen sind oder ein Sicherheitsrisiko für Menschen darstellen, Ersatz gepflanzt wird. „Bäume sind ein guter CO²-Speicher“, sagt Diercks. Darauf könne Wolfsburg nicht verzichten. Er würde es deshalb sehr bedauern, wenn die Stadt weniger Ersatzpflanzungen vornehme. „Wolfsburg ist eine grüne Stadt und das soll sie auch bleiben“, so Diercks.

Einzelne gefällte Bäume nicht zu ersetzen - das sieht BUND-Vorsitzender Gerhard Chrost nicht so dramatisch: „Das muss man von Fall zu Fall entscheiden“, sagt er. Die Stadt müsse nicht unbedingt jeden einzelnen gefällten Baum an Ort und Stelle ersetzen. Ihm sei etwas anderes viel wichtiger. Wenn viele Pflanzen für neue Baugebiete oder Lückenbebauung weichen müssen, sind Ausgleichsmaßnahmen nötig - „das ist gesetzlich vorgeschrieben“, erklärt Gerhard Chrost. Er beobachte jedoch, dass sich solche Ersatzpflanzungen zeitlich verzögerten und sehr viel später erfolgten. Das dürfe nicht sein.

Die grüne Lunge als hohes Gut

ein Kommentar von

Wann immer wir in der WAZ über ein neues Bauprojekt im Stadtgebiet schreiben, werden auch Stimmen laut, die den Verlust weiterer Grünflächen oder Bäume in Wolfsburg beklagen. Es gibt zwar so genannte Ausgleichsmaßnahmen. Sprich: Der ökologisch verloren gegangene Wert auf der Fläche eines Baugebietes wird an anderer Stelle neu geschaffen.

Aber die Botschaft nicht nur der WAZ-Leser ist klar: Die grüne Lunge wird als ein hohes Gut angesehen, mit der man sehr behutsam umgehen muss. Immerhin rühmte sich Wolfsburg oft als „Stadt im Grünen“.

Wenn nun als Sparmaßnahme nicht jeder gefällte Baum durch einen neuen ersetzt wird, ist das keine ökologische Katastrophe. Ein schönes Zeichen sieht aber auch anders aus.

Die erste Sitzung des neu gewählten Ausschusses für Bürgerdienste endete am Mittwochabend mit einem Paukenschlag: Ab sofort müssen Wolfsburger Landwirte ihre Hühner, Enten, Puten und Gänse im Stall halten. Grund sei ein Fall von Vogelgrippe bei Peine, teilte Dr. Stefan Leopold vom Veterinäramt der VW-Stadt mit.

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