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Sparzwänge der Stadt: Galerie-Theater vor dem Aus

Hallenbad gibt Betrieb ab Sparzwänge der Stadt: Galerie-Theater vor dem Aus

Der Betrieb im Galerie-Theater steht vor dem Aus. Das Hallenbad hat vor zwei Jahren die Kleinkunstbühne übernommen, aber im Zuge der Haushaltskonsolidierung will das Kulturzentrum das Haus zum Jahresende abgeben.

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Galerie-Theater droht das Aus: Christel und Dieter Rothe hatten die Kleinkunstbühne jahrelang betrieben, zurzeit läuft das Haus noch unter der Regie des Hallenbads.

Quelle: Foto: Archiv

Hesslingen.. Der Hallenbad-Aufsichtsrat hat die Pläne bereits abgenickt. Hallenbad-Geschäftsführer Frank Rauschenbach sagt: „Wir bespielen das Galerie-Theater gern. Diese Kleinkunstbühne ist einmalig, aber ich bin genauso gezwungen zu sparen wie andere Einrichtungen auch.“ Im vergangenen Jahr hat das Kulturzentrum bereits die Preise bei den Tickets und in der Gastronomie angezogen. Doch das reicht nicht aus. Die über 30.000 Euro Miete jährlich für das Galerie-Theater werden zwar städtisch bezuschusst, „aber wir wollen uns auf unser Kerngeschäft und unser Programm im Hallenbad konzentrieren und dort eben keine Abstriche machen.“

Ralf Schmidt, Sprecher der Stadt, erklärt: „Die finanziellen Rahmenbedingungen erfordern eine Anpassung des städtischen Haushalts. Deshalb ist auch für das Hallenbad die Auseinandersetzung mit reduzierten städtischen Zuschüssen erforderlich. Wie dieser Entwicklung dort begegnet wird, ist Angelegenheit des Hallenbads.“ Bis Ende des Jahres läuft der Mietvertrag mit dem Galerie-Theater.

Christel und Dieter Rothe haben die Kleinkunstbühne im Herzen Heßlingens aufgebaut und 27 Jahre selbst betrieben. Vor zwei Jahren, als sich kein Nachfolger fand, sprang das Hallenbad in die Bresche. „Am besten wäre es, wenn sich ein Nachfolger fürs Hallenbad findet.“ Sie sieht auch die Stadt in der Verantwortung. „Dass wir diese Bühne aufgebaut haben, ist auch auf Wunsch der Stadt passiert“, sagt sie. Vertraglich sei die Nutzung zudem auch festgelegt.

Wie die Politik auf diese Nachricht reagiert, wird sich zeigen. Kulturausschuss-Vorsitzender Wilfried Andacht (CDU): „Wir haben Klausur und werden uns mit dem Thema auseinandersetzen. Es ist klar, dass nicht alles geht.“ SPD-Kulturausschussmitglied Christa Westphal-Schmidt (SPD): „Es wäre schade für die Wolfsburger Kultur, aber es steht in dieser Haushaltssituation alles auf dem Prüfstand.“

jes

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