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Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg setzt auf SB-Filialen

Schalter werden geschlossen Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg setzt auf SB-Filialen

Die Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg setzt in Zukunft auf mehr SB-Filialen ohne Kundenberater und Schalter. Die Ortsbürgermeister in den betroffenen Orts- und Stadtteilen sind davon nicht begeistert, aber viele haben auch Verständnis.

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Sparkasse im Schachtweg: Auch dieser Standort soll ab 2019 zu einer SB-Filiale mit Geldautomat werden.
 

Quelle: Archiv

Wolfsburg.  Immer weniger Bankkunden nutzen den Schalter, deshalb ändert die Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg ihre Angebote (WAZ berichtete), einige Filialen haben bald nur noch SB-Dienste. Viele Ortsbürgermeister bedauern diesen Schritt, aber viele haben auch Verständnis dafür.

„Auch Banken müssen rechnen“, sagt Ira von Steimker, Ortsbürgermeisterin von Hehlingen. Natürlich hätte sie gern, dass in Hehlingen weiterhin eine Filiale bleibt. „Sonst würde gerade für ältere Menschen ein persönlicher Ansprechpartner fehlen.“

Entwicklung selbst verursacht

Diese Entwicklung befürchtet auch Hans-Ulrich Achilles, Ortsbürgermeister von Neindorf, für seinen Ort: „Die Infrastruktur in den ländlichen Gebieten wird immer weiter zurückgefahren“, bedauert er. Diese Entwicklung habe man aber selbst verursacht: „Viele Leute gehen nicht mehr in die Bankfilialen, sondern erledigen ihre Geschäfte online.“

Fallersleben verliert Ende 2019 die Sparkassen-Filiale in der Mozartstraße. Vor vier Jahre sollte der Standort in der Oststadt schon geschlossen werden, damals kämpfte Ortsbürgermeisterin Bärbel Weist für den Erhalt – mit Erfolg. Nun sei die Schließung besiegelt, „ich sehe keinen Spielraum“, sagt Weist enttäuscht. Denn das Argument von damals, in der Oststadt lebten die meisten Menschen des Stadtteils, würde immer noch gelten.

Probleme für ältere Menschen

In der Stadtmitte sind gleich drei Standorte betroffen: Die Filialen Schachtweg und Berliner Ring sind ab Januar 2019 nur noch SB-Standorte, die am Steimker Berg soll möglicherweise sogar geschlossen werden. Ortsbürgermeister Detlef Conradt denkt mit Sorge an ältere Menschen. „Wer nicht mit den SB-Terminals klar kommt, hat ein Problem.“ Ebenso der, der nicht mobil ist.

Auch Matthias Presia sieht dieses Problem, aber: „Ich bin froh, dass auf dem Laagberg noch die Sparkassen-Filiale in der Mecklenburger Straße bleibt, auch wenn es ab 1. Januar 2019 nur eine SB-Filiale ist“, sagt der Ortsbürgermeister von Mitte-West. Ihm sei klar, dass immer weniger Bankkunden den Schalter nutzen, ihre Geschäfte stattdessen am SB-Terminal oder online von zuhause erledigen. „Die Sparkasse muss auf die Wirtschaftlichkeit der Filialen schauen“, ist ihm bewusst. Er glaubt aber nicht, dass sich die Sparkasse komplett vom Laagberg zurückziehen wird. „Wir bekommen demnächst ein Einkaufszentrum, der Stadtteil entwickelt sich.“

 Auch Heiligendorf soll in Zukunft wachsen. Die Sparkasse dort ist aber bald nur noch SB-Filiale. Ortsbürgermeister Marco Meiners bedauert das. „Grundsätzlich habe ich aber Verständnis für die wirtschaftliche Notwendigkeit.“

Von Sylvia Telge

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