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Sparen bei Personal und Zuschüssen

Wolfsburg: Kulturausschuss beriet Haushalt Sparen bei Personal und Zuschüssen

Sparen, sparen, sparen - das gilt auch im Bereich Kultur. Die Verwaltung präsentierte am Mittwoch dem Kulturausschuss den Haushaltsentwurf 2017 und schlägt Kürzungen von zehn Prozent vor. Aber: In einem gemeinsamen Antrag sprachen sich die Mitglieder für den Erhalt der Stellen für das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) aus.

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Rundgang durch das Alvar-Aalto-Kulturhaus: Der neue Kulturausschuss ließ sich vor der Sitzung von Nicole Froberg (Forum Architektur) das Gebäude zeigen. In diesem Jahr soll die kleine Dachterrasse saniert werden.

Quelle: Boris Baschin

Wolfsburg. Das zauberte bei etlichen Kulturvertretern immerhin ein kleines Lächeln ins Gesicht. Sorgenfalten bereiten weiter die geplanten Kürzungen bei Personal und Zuschüssen. Kulturdezernent und Kämmerer Thomas Muth fasste die Haushaltslage in Hinblick auf die Abgas-Krise bei VW knapp zusammen: „Es ist Sand im Motor.“

Insgesamt sieht der Haushalt Aufwendungen in Höhe von fast 14 Millionen Euro für die kulturellen Einrichtungen in Wolfsburg vor, davon allein fast 5,7 Millionen Euro für Personal, 794.000 Euro für Sachaufwendungen und 580.000 Euro für Zuschüsse. Genau in diesen drei Bereichen ist der Rotstift angesetzt worden. Muth: „Es wird keine betriebsbedingten Kündigungen geben, aber wir müssen uns überlegen, uns von einzelnen Aufgaben zu lösen.“

Noch im Haushalt enthalten sind Zuschüsse für das Festival Rock im Allerpark (36.000 Euro) und das Reformationsfest (45.000 Euro). Beides sei aber laut Verwaltung hinfällig, das Geld könne anders verwendet werden. Denn: Rock im Allerpark solle sich über Sponsoren finanzieren und werde in diesem Jahr vom VfL unterstützt. Und ein Fest zur Reformation wird es nicht geben. So war dem Ausschuss schnell klar, das zumindest ein Teil dieses Geldes für den Erhalt der FSJ-Stellen eingesetzt werden soll - er stellte den entsprechenden Antrag.

Frank Poerschke (SPD) ist besorgt, dass die Kürzungen für kleine kulturelle Projekte das Aus bedeuten. Svante Evenburg (Piraten) hingegen insistierte, dass es schließlich in den vergangenen Jahren keine Kürzungen, sondern Erhöhungen gab.

jes

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