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Spätaussiedler: „Heute fühle ich mich als Wolfsburger“

50 Jahre Spätaussiedler: „Heute fühle ich mich als Wolfsburger“

„Ich war gleich zufrieden, und ich bin immer noch zufrieden“, sagt Robert Fischer nach 50 Jahren in Wolfsburg. Am 15. März 1967 war der jetzt 78-Jährige aus der damaligen Sowjetunion kommend über Friedland in der Volkswagenstadt eingetroffen und hier sesshaft geworden. Robert Fischer ist deutschstämmiger Spätaussiedler, besser noch: Heimkehrer.

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Spätaussiedler in Wolfsburg: Robert und seine Ehefrau Ida Fischer in ihrem Zuhause in Hehlingen. Das kleine Foto zeigt Robert Fischer 1967 bei seiner Ausreise mit Verwandten in der Sowjetunion (5. von li., mittlere Reihe).

Wolfsburg. Geboren wurde er im Ort Hudermes im Kaukasus, 1944 zog er mit der Familie schon einmal nach Deutschland. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er mit seiner Familie im Dezember 1945 als Siebenjähriger nach Sibirien verschleppt. 1967 durfte er endlich ausreisen, nachdem er viele, viele Ausreiseanträge gestellt hatte.

„Heute fühle ich mich als Wolfsburger, als Hehlinger“, beschreibt er seine Gefühle. „Hier habe ich meine Frau Ida geheiratet, ich habe in Hehlingen ein Haus gebaut und im Volkswagenwerk bis zur Rente gearbeitet“, so der Vater von zwei erwachsenen Kindern. Durch die WAZ hat er Wolfsburg besser kennen gelernt. „Seit Jahren lese ich sie regelmäßig und habe viele Informationen durch die Wolfsburger Allgemeine Zeitung über meine neue Heimat erhalten“, sagt der Neu-Wolfsburger.

Mit zu seiner neuen Heimat gehört auch sein ehrenamtliches Engagement. „Ich war in der Landesmannschaft der Deutschen aus Russland aktiv, arbeite noch im Bund der Vertriebenen und beim CVJM Wolfsburg mit“, erzählt er. Die Fischers haben auch im SC Concordia getanzt, helfen in der St. Pankratius-Kirchengemeinde mit und seine Frau ist im TSV Hehlingen in der Damengymnastikgruppe. Besonders die Fahrten in die Justizvollzugsanstalten nach Braunschweig und Wolfenbüttel und die Hilfe von Projekten für Straßenkinder haben es ihm angetan. Robert Fischer‘s großes Hobby ist sein Garten. „Ich liebe die Arbeit im Garten und in unserem Haus. Wir züchten Biogemüse und Obst. Ich bin jeden Tag im Garten“, berichtet er.

„Wir haben eine tolle Gemeinschaft hier, und mit den Nachbarn verstehen wir uns gut. Ich bin in Hehlingen länger als in jedem Ort zuvor und fühle mich wohl!“

wi

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