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Sommer in Wolfsburg: Regen, Kälte, dunkle Wolken

Das Wetter schlägt aufs Gemüt Sommer in Wolfsburg: Regen, Kälte, dunkle Wolken

Dauerregen, grauer Himmel, Kälte – das Wetter schlägt vielen Wolfsburgern aufs Gemüt. In Eisdielen und Freibädern herrscht gähnende Leere, auch dem Handel ist die Laune vergangen. Mittlerweile rückt die Feuerwehr mit Pumpen an: In Fallersleben lief am Dienstag das Stellwerk der Bahn voll.

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Trist, trübe, trostlos: In der Fußgängerzone ist nicht wirklich viel los.

Quelle: Sebastian Bisch

Wolfsburg. Leere Freibäder, leere Eisdielen, leere Fußgängerzone: Der Sommer, der ein Herbst ist, schlägt vielen Wolfsburgern aufs Gemüt. Kein Wunder bei Dauerregen, grauem Himmel und nicht mal 20 Grad.„Natürlich sorgt das für miese Laune“, weiß Mauro Bizarro vom Eiscafé S. Marco in Fallersleben. Doch so geht es nicht nur ihm und seinen Kunden, so geht es zurzeit den meisten.

Das Wetter sei „fast schon eine Katastrophe“, spricht Karsten Pommeranz den vielen Sonnenfreunden aus der Seele. Als langjähriger Leiter des Freibads Fallersleben hat er seinen Humor trotzdem nicht verloren. „Man freut sich ja über jeden Stammgast, der zum Schwimmen kommt und den man bald per Handschlag begrüßen kann.“ Auch wenn er keine Statistik führt: „Gefühlt ist dieser Sommer noch schlechter als der im letzten Jahr“ – und schon der war mies. Naturgemäß habe das durchwachsene Wetter der letzten Tage den Bädern weniger Besucher beschwert, bestätigt auch Stadt-Sprecher Ralf Schmidt. Dennoch gebe man die Hoffnung nicht auf: „Wir hoffen auf einen baldigen Wetterwechsel und sonnige Tage bis in den September.“

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Dieser Sommer ist zurzeit eigentlich ein Herbst. Die WAZ sammelte Impressionen in Wolfsburg, die den Wunsch nach ein bisschen Sonne umso größer werden lassen.

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Die würde sich auch Mauro Bizarro für sein Eiscafé wünschen, die Realität sieht anders aus: „Am Dienstag hatte ich schon überlegt, ganz zu schließen. Zum Schluss habe ich immer noch drei Mitarbeitern frei gegeben und mache früher Feierabend.“ Besonders schlimm aus seiner Sicht: „Alle waren im Urlaub, haben tolles Wetter erlebt und erleben nun zu Hause so etwas.“

Ist Urlaub also die Lösung? „Natürlich gibt es Leute, die jetzt reinkommen und sagen: Ich will morgen weg, ab in die Sonne“, weiß Elvira Dzananovic von der Flugbörse. Und tatsächlich: In Griechenland, ja, selbst auf den stark nachgefragten Kanaren finde sich noch das eine oder andere kurzfristige Angebot. Der Haken: „Das hat dann seinen Preis – Schnäppchen kann man jetzt nicht machen.“ In den Geschäften bleiben die Schnäppchenjäger sowieso aus. „Wir waren schon durch die drei Wochen Urlaub gebeutelt“, sagt Einzelhandelschef Matthias Lange. „Was wir jetzt erleben, ist für den Textil-Einzelhandel fast schon geschäftsschädigend.“

Reitbahn hat ihre Sorgen

So gut wie gar keine Geschäfte macht die beliebte Reitbahn Frank am Schillerteich zurzeit, Chef Bill Frank: „Gestern waren drei, vier Leute da, mit Gummistiefeln und Regenschirm.“ Die fehlenden Einnahmen seien aber nicht das einzige Problem. Der Boden nehme keinen Regen mehr auf, alles sei durchweicht und matschig, im Rentier-Gehege stehe das Wasser knöchelhoch: „Wenn das so weiter geht, saufen wir hier bald ab.“

Das Stellwerk der Bahn am Fallerslebener Bahnhof soff bereits am Dienstag halb ab, Feuerwehr und THW rückten mit ihren Pumpen aus (siehe Seite 17).

Von Ulrich Franke

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