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Stadt Wolfsburg Festival startet mit Richter und Britten in Bisdorf
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Festival startet mit Richter und Britten in Bisdorf
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23:47 03.06.2018
Musik: Das Atrium Quartett aus St. Petersburg spielte im Schafstall des Ritterguts in Bisdorf Britten, Eisler und Schostakovich – mit unglaublicher Präzision und viel Gefühl. Quelle: Boris Baschin
Bisdorf

Die FAZ bezeichnet Daniel Richter als „Superstar der neuen deutschen Malerei“ – und bemerkt, er sei nicht gerade bequem. Der Hamburger kann aber auch anders, wenn er Menschen mag. Zum Glück mag er Günther Graf von der Schulenburg, den künstlerischen Leiter des Festivals „Soli Deo Gloria“ – und brachte deshalb viele Bilder mit nach Bisdorf zum Auftakt.

Ein Freund des Hauses: Künstler Daniel Richter (r.) mit Veronique und Günther Graf von der Schulenburg. Quelle: Boris Baschin

Den „Schafstall“ des Ritterguts in Bisdorf hat der Graf in ein kulturelles Mekka verwandelt. Auch am Freitagabend pilgerten Liebhaber von Kultur und Spitzen aus Wirtschaft und Politik dorthin, um Musik und Kunst in einer unvergleichlichen Kombination zu erleben. Das Atrium Streicher-Quartett spielte. Eigentlich stehen beim diesjährigen Festival Stücke von Großmeister Bach auf dem Programm. Die aber waren dem Richter nicht unbequem genug.

Lithographie: Der Kunstdruck „Begegnungen im Hinterland“ von Daniel Richter zog besonders viele Blicke auf sich – viele Gäste ließen sich damit fotografieren. Quelle: Boris Baschin

Und er hat ja Recht: Weder Romantik noch Bachs starre Strukturen passen zum Werk des Künstlers. Einen breiten Querschnitt seines Werks aus den letzten 20 Jahren präsentierte er in der Bisdorfer Scheune.

Moderne Musik und moderne Malerei – das muss nicht unbedingt passen. Beim Auftakt des Festivals „Soli Deo Gloria“ bei Günther Graf von der Schulenburg hat’s geklappt. Maler Daniel Richter und das Atrium Streichquartett begeisterten die Gäste. Impressionen vom kulturellen Ereignis zeigt diese Foto-Galerie.

Auf dem Heuboden spielte das Quartett aus St. Petersburg Stücke von Eisler und Schostakovich, die der Künstler ausgewählt hatte – und erntete nach Benjamin Brittens Streichquartett Nr. 1 zu Recht Jubel. Präzision ist bei dieser Komposition Pflicht, will man das Publikum nicht verlieren. Leidenschaft machte den Vortrag aber perfekt. „Und die Akustik ist gut“, staunte Zuhörerin Rita Werneyer angesichts des nicht gedämmten Scheunendachs.

Viel Applaus: Das Atrium Quartett Quelle: Boris Baschin

Beeindruckt waren die Festival-Gäste auch von Richters Gemälden. Hubertus Klier urteilte: „Der hat schon Stil, das ist nicht einfach 0815.“ Sebastian Pflum von der Stiftung Brandenburger Tor fand die Auswahl mehr als spannend und auch Susanne Pfleger von der Städtischen Galerie im Schloss Wolfsburg lobte den interessanten Mix. „Da passiert noch was, der ist noch nicht fertig“, prophezeite die Kunsthistorikerin.

Von Andrea Müller-Kudelka

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