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Stadt Wolfsburg So reagiert Wolfsburg auf die Pfandbecher-Idee
Wolfsburg Stadt Wolfsburg So reagiert Wolfsburg auf die Pfandbecher-Idee
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00:27 31.05.2018
So geht’s auch: Renate Eschenbach lässt sich ihren eigenen Thermobecher befüllen. Quelle: Roland Hermstein
Wolfsburg

Bei Steinecke, Backfactory, Meyerbeer, Tchibo und vielen anderen können Kunden längst ihre eigenen Becher auffüllen lassen – bis zu 20 Cent Rabatt bekommen sie dann. „Bei uns gehen täglich um die 150 To-Go-Getränke über den Tresen – im Winter sogar doppelt so viele“, berichtet Sandra Ignatzy, Filialleiterin des Cafés Meyerbeer in der City-Galerie. „Die Idee mit den Pfandbechern finde ich sehr gut, unsere Berliner Filialen haben die schon.“

Wie viele Wolfsburger Cafés bietet auch Meyerbeer haltbare Becher an – und befüllt jeden mitgebrachten Becher. Quelle: Roland Hermstein

Damit die Kunden wirklich einen Bequemlichkeits-Vorteil haben, müssen in jedem Fall genug Cafés mitmachen. Nicht alle sind überzeugt: „Wir verkaufen ganz wenig to go – vielleicht ein Getränk am Tag“, berichtet Paulo Abreu, Filialleiter des Eis-Cafés Livotto. Für viele Anbieter ist fraglich, ob sich ein drittes System neben Einweg- und Mitbringbechern lohnt. Cadera-Prokurist Hendrik Wolf-Doettinchem ist klar dagegen: „Das macht doch kein Mensch – auch eigene Becher bringt kaum jemand mit. Einwegbecher machen außerdem nur 0,17 Prozent des Verpackungsmülls in Deutschland aus. Die Menschheit hat andere Probleme.“

Auf den zweiten Blick: Ein kleines Schild informiert auch bei Backfactory über die umweltbewusste Alternative. Quelle: Roland Hermstein

Widerspruch kommt von Umweltschützer Michael Kühn vom Nabu Wolfsburg: „Laut der Deutschen Umwelthilfe verbrauchen wir in Deutschland jährlich drei Milliarden Becher! Pro Jahr fallen 40.000 Tonnen Einwegbechermüll an. In Zeiten, wo wir über riesige Plastikwolken in den Meeren diskutieren müssen, sollten Mehrwegsysteme selbstverständlich sein.“ Kühn verweist auf funktionierende Pfandsysteme in anderen Städten und befürwortet die Idee auch für Wolfsburg: „Die Verkäufer dieser Becher sind hier in der Verantwortung, funktionierende Mehrweglösungen anzubieten. Als Kunde sollte man Einwegbecher ablehnen.“

Einheitliche Pfandbecher stellte am Dienstag die Firma Recup gemeinsam mit der WMG vor. Quelle: Roland Hermstein

Das tut zum Beispiel Renate Eschenbach. Die 68-Jährige hat sich schon vor Wochen einen Thermobecher gekauft, den sie regelmäßig befüllen lässt. „Ich war die Pappbecher leid“, so die Wolfsburgerin. „Die Pfandidee ist auch gut, aber am Ende liegen die Becher bestimmt trotzdem wieder rum. Die Leute sind einfach faul, das sieht man ja schon bei Pfandflaschen und Einkaufswagen.“ Immerhin: Selbst wenn die To-Go-Becher im Müll landen sollten, können sie recycelt werden – im Gegensatz zu den Einwegbechern, die aus einem Verbundkunststoff bestehen und deshalb nur verbrannt werden können.

Von Frederike Müller

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