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Skandal-Video: Rapper verstehen den Ärger nicht

Aseef & Bestie Skandal-Video: Rapper verstehen den Ärger nicht

Wolfsburg. Neuer Wirbel um das Wolfsburger Rap-Duo Aseef & Bestie. Erst zog ein Fake-Video über den angeblichen Angriff eines Horrorclowns ein Ermittlungsverfahren nach sich, nun prüft die Polizei rechtliche Schritte wegen eines Videos, das die Beamten angeblich diffamiert. Band-Manager André Peschke hält das für völlig überzogen.

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Im Video haben sie Spaß: Im echten Leben droht den Wolfsburger Rappern Aseef & Bestie neuer Ärger.

Wolfsburg. „Die Polizei Gifhorn hat den Dreh sogar aktiv unterstützt", sagt der Manager. Einzelne Szenen des Musikvideos „Amo Police“ (siehe Text unten) waren auf der Gifhorner Dienststelle gedreht worden, Uniformen und einen Streifenwagen hatte die Produktionsfirma selbst mitgebracht. Dass die Polizei nun ermittelt und Angelika Jahns (CDU) eine Anfrage im Landtag stellt (WAZ berichtete), kann Peschke nicht recht nachvollziehen. Dass Jahns das Video nicht lustig findet, sei zwar ihr gutes Recht: Das könne aber auch daran liegen, dass sie die Story „nicht ganz verstanden“ habe. Keinesfalls werde die gesamte Polizei als „blöd“ dargestellt, sondern nur ein einzelner kurzsichtiger Kommissar. Der Comedian „Herr Holm“ habe in Polizeiuniform in 2000 Shows einen „vertrottelten Polizisten“ gespielt und dafür „sicherlich noch kein Verfahren wegen Verunglimpfung der Polizei“ an den Hals bekommen.

Zudem finde man es sehr schade, dass durch Polizei und Politik „gerade auf denjenigen herumgehackt“ werde, die sich nach einer unter anderem „durch Kriminalität geprägten Vergangenheit“ nun musikalisch betätigten und nebenbei einer ganz regulären Beschäftigung nachgingen. Auf der Homepage der Rapper ist zu lesen, dass „Bestie“ zwischenzeitlich „einen dreijährigen ‚Urlaub‘ verbringen musste“. Heute gehen beide einem ganz normalen Job nach.

Mittlerweile haben die Wolfsburger Rapper Aseef & Bestie zwei Verfahren am Hals – eines aus dem „Horror-Clown“-Video (WAZ berichtete) und ein ganz frisches aus dem Musik-Video.

Worum geht‘s eigentlich im aktuellen Fall? Im Video zu „Amo Police“ überwältigen die eigentlich verhafteten Rapper zwei Beamte und ziehen deren Uniformen an. Ein ebenso trotteliger wie kurzsichtiger Vorgesetzter schickt ausgerechnet dieses Duo mit einem Polizeiwagen auf Streife. Statt dessen treiben Aseef & Bestie uniformiert „allerhand Unfug“, wie es Bandmanager André Peschke formuliert – unter anderem geht‘s um Drogenkonsum im Polizeiauto.

Einige finden das gar nicht lustig, etwa die Wolfsburger Abgeordnete Angelika Jahns (CDU) mit ihrer Anfrage an die Landesregierung („Werden Polizisten mit Unterstützung des Landes bloßgestellt“), die Polizeidirektion Braunschweig (Sprecher Daniel Dahlke: „Inakzeptabel. Der Eindruck ist, dass die Musiker die polizeiliche Arbeit als solche verunglimpfen“) oder die Gifhorner Polizei, die die Dreharbeiten bei sich zugelassen hatte und sich nun verunglimpft fühlt (Sprecher Thomas Reuter: „Mit dieser Anfrage hat man uns hinters Licht geführt. Kollegen sind enttäuscht und bestürzt, einige fühlen sich diffamiert“).

Konsequenz: Der Vorfall werde „strafrechtlich überprüft“, kündigt die Gifhorner Polizei an. Die Wolfsburger Polizei hatte erst vor einem Monat ein Ermittlungsverfahren gegen die Rapper eingeleitet, die in einem gefakten Video einen „Horror-Clown“ angeblich vermöbeln; Vorwurf: Gewaltverherrlichung. „Dieses Verfahren steht unmittelbar vor der Abgabe an die Staatsanwaltschaft“, sagt Sprecher Thomas Figge.

fra

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