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Sinnvolle Nutzung für den E-Cube

Strategieausschuss: Digitale Stadt und E-Mobilität Sinnvolle Nutzung für den E-Cube

Nein, der E-Cube vor dem Bahnhof werde ganz gewiss nicht abgerissen – vielmehr solle er schon bald wieder einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden. Mit diesem klaren Statement hat Oberbürgermeister Klaus Mohrs am Dienstag im Strategieausschuss auf Kritik des Steuerzahlerbundes an dem leer stehenden 1,3-Millionen-Euro Bau reagiert.

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E-Cube vor dem Bahnhof: Die Stadt will das leer stehende Gebäude schon bald wieder einer sinnvollen Nutzung zuführen.

Quelle: Tim Schulze

Wolfsburg. Mohrs verteidigte das Bauwerk im Zuge des Modellprojekts „Schaufenster Elektromobilität“. Wolfsburg habe sich bewusst entschieden, auf diesem Gebiet eine Vorreiter-Rolle einzunehmen. Und man habe immer eingeräumt, dass man sich in ein Experimentierstadium begebe, „bei dem das eine oder andere auch mal ins Leere laufen kann“. Rückblickend könne man vielleicht sagen, „das eine oder andere hätte etwas anders gestaltet werden können“, aber hinterher sei man immer schlauer. Im Rahmen der Entwicklung Wolfsburgs zur digitalen Großstadt und in Sachen E-Mobilität habe der E-Cube seine Berechtigung gehabt und werde sie weiter haben.

Denn insbesondere in Sachen E-Mobilität will Wolfsburg laut Kenntnisgabe der Verwaltung in der Republik weiter ganz weit vorne weg fahren. Der Bund habe das Ziel ausgegeben, bis 2020 etwa 2,3 Prozent Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen zu bringen; Wolfsburg wolle 2025 eine Quote von 50 Prozent erreichen, sprich 77.000 Elektrofahrzeuge – aktuell sind es 1158. Dieser Weg erfordere insbesondere ein durchdachtes Konzept für eine Lade-Infrastruktur mit dann 7700 Ladepunkten im Stadtgebiet (aktuell: 72). Davon würden voraussichtlich 85 Prozent im privaten Raum (Eigenheime, Parkplätze von Miethäusern, Arbeitgeber) geschaffen werden. Der verbleibende flächendeckende Ausbau im öffentlichen Raum solle durch Investoren sowie „eine Sensibilisierung von Handel und Gewerbe“ erfolgen.

Rundweg abgelehnt wurde von allen anderen Fraktionen ein Antrag der AfD, das Wohnbauprogramm herunter zu fahren – das sei ein völlig falsches Signal.

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