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Stadt Wolfsburg Sigmar Gabriel: „Google weiß mehr als VW“
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Sigmar Gabriel: „Google weiß mehr als VW“
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12:39 28.11.2016
Prominenter Gast: Sigmar Gabriel besuchte den AWO-Kongress in Wolfsburg. Quelle: Roland Hermstein
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Gabriel ist fast schon Dauergast bei der AWO. Kein Wunder, sein alter Parteifreund Wilhelm Schmidt ist Präsident der Arbeiterwohlfahrt. Der bekannte offen: Seit Gabriel der SPD-Vorsitzende ist, klappe die Zusammenarbeit auf Bundesebene prima, nur auf den Ebenen darunter sehe es nicht so gut aus. Und er gab Gabriel „noch einige Hausaufgaben für den Bundestagswahlkampf mit auf den Weg“.

Der Wirtschaftsminister weiß, dass die Lage im Land nicht nur gut ist, obwohl die Beschäftigungssituation so gut wie nie sei. „Es ist viel in Bewegung“, sagt der SPD-Chef. Es gebe einiges zu tun. Dazu gehöre, dass Menschen in Großstädten Wohnungen zu vernünftigen Preisen bekommen, Tariflöhne gezahlt werden und die Kinderbetreuung sich verbessere, damit Frauen wieder in den Beruf einsteigen können. Aber auch die schlechte Unterhaltszahlungsmoral bei Vätern prangerte der Sozialdemokrat im CongressPark an. Es könne nicht sein, das die Hälfte der Kinderarmut dadurch entstehe, weil Väter nicht zahlten. Deshalb müsse der gesetzliche Unterhaltsvorschuss länger gelten.

Auch VW war kurz ein Thema. „Es gibt eine Menge junger Leute, die wollen in Zukunft Mobilität besitzen, die gehen auf eine Plattform im Internet“, sagte der SPD-Vorsitzende. „Google weiß über deren Mobilitätswünsche mehr als Volkswagen, Daimler und BMW zusammen.“ Auch über die Arbeitsplätze, die durch die Umstellung auf Elektroantriebe wegfielen, seien künftig eine Herausforderung.

Viele Deutsche fühlten sich heute abgehängt und unverstanden. Das dürfe nicht sein, so Gabriel. Da müssten die etablierten Parteien gegensteuern. Und Gabriel sagte auch klar, dass jemand, der Zweifel hegt, ob es gut sei, Flüchtlinge unbegrenzt ins Land zu lassen, nicht unbedingt ein Rassist sei. Auch in der AfD seien nicht alle Rassisten. Gegen Rassismus stellt sich auch die AWO. Das war ein Thema bei der Bundeskonferenz, dem Parlament der AWO. Die fast 450 Delegierten diskutierten von Freitag bis Sonntag über insgesamt mehr als 160 Anträge.

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