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Sicherheitsdienst hat sich bewährt

Öffentliche Gebäude Sicherheitsdienst hat sich bewährt

In vielen öffentlichen Einrichtungen in Wolfsburg sorgen privaten Sicherheitsdienste für Ruhe und Ordnung. Kampfstiefel, Bomberjacke und Schlagstock brauchen die Leute von der Security aber nicht – meiste reicht die bloße Anwesenheit, um Randale im Keim zu ersticken.

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Security im Rathaus: Regelmäßigen Zweier-Streifen sollen bei Bürgern und Mitarbeitern für ein Gefühl für Sicherheit sorgen.
 

Quelle: Britta Schulze

Wolfsburg.  Randale in der Notaufnahme Klinikums, Angriff mit einem Blumentopf auf Mitarbeiter des Jobcenters, im Rathaus gab es sogar eine Vergewaltigung auf einer Toilette – auch für Beschäftigte und Besucher in öffentlichen Einrichtungen werden die Zeiten unsicherer. Viele Einrichtungen setzen mittlerweile auf private Sicherheitsdienste – und haben damit gute Erfahrungen gemacht.

Zuletzt orderte die Stadtverwaltung letztes Jahr Patrouillen in Zweier-Streife für die Rathäuser und das Aalto-Kulturzentrum – dass es kurz zuvor zu einer Vergewaltigung auf einer Rathaus-Toilette gekommen war, war nicht der einzige Grund. „Es kommt immer einmal wieder vor, dass städtische Mitarbeiter im Rahmen ihrer dienstlichen Obliegenheiten verbal attackiert oder bedrängt werden. Mit der Präsenz des Sicherheitsdienstes soll und sollte dem gestiegenen Sicherheitsbedürfnis von Bürgern und Mitarbeitern begegnet werden. Von den Mitarbeitern wird das Vorhandensein des Sicherheitsdienstes allgemein begrüßt“, sagt Stadt-Sprecher Ralf Schmidt. Auch in Asylbewerberheimen gibt es Security vornehmlich nachts und am Wochenende, in der Hafenstraße in Fallersleben sogar täglich. Ergebnis: „Die Unterkünfte wirken insgesamt ordentlicher. Mitarbeiter und Bewohner fühlen sich damit wohl“, sagt Schmidt.

Beleidigungen oder sogar Angriffe auf Ärzte und Schwestern: Seit vielen Jahren gibt es Sicherheitsleute in der Notaufnahme im Klinikum. „Alkohol, Drogen, generelle Aggressivität“ gibt Sprecher Thomas Helmke als Gründe für Probleme an. Insbesondere, wen wundert’s, nachts, am Wochenende, bei Großveranstaltungen. Wenn es erforderlich wird, werden die Sicherheitsmitarbeiter auch in andere Bereiche des Krankenhaus geschickt. Aktuell, so Helmke, gebe es sogar Überlegungen, die Einsatzzeiten der Security auszuweiten.

2015 tickte ein 42-Jähriger im Jobcenter aus, weil er einen Scheck nicht eingelöst bekam – der Mann schmiss unter anderem mit einem Blumentopf und verletzte vier Beschäftigte. Schon wenige Tage später wurde ein Sicherheitsdienst engagiert, zwei Personen patrouillieren seither. „Sowohl das subjektive als auch das objektive Sicherheitsgefühl ist tatsächlich gestiegen“, sagt Pressesprecherin Doreen Bamberg. Die Zahl unschöner Vorfälle sei zurückgegangen und liege auf niedrigen Niveau: „Die alleinige Präsenz des Sicherheitsdienstes gerade im Empfangsbereich vermindert die Zahl der sich im Ton vergreifenden Personen.“ Und wenn das mal doch nicht hilft? Bamberg: „Dann wird ein eintägiges Hausverbot ausgesprochen“ – tatsächlich sei dies aber im Schnitt nur einmal im Monat erforderlich.

Von Ulrich Franke

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