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Stadt Wolfsburg Sicherheit für Berufsschüler: Tempo 30 im Schachtweg?
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Sicherheit für Berufsschüler: Tempo 30 im Schachtweg?
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20:00 25.10.2018
Schachtweg: Berufsschüler kreuzen hier sehr häufig die Straße. Die Verwaltung soll auf Beschluss des Ortsrates prüfen, ob Tempo 30 möglich ist. Quelle: Roland Hermstein
Stadtmitte

Tempo 30 im Schachtweg? Ein großer Teil des Ortsrates Stadtmitte hält die Geschwindigkeitsreduzierung vor allem vor der Carl-Hahn-Berufsschule für sinnvoll und nötig. Die Verwaltung soll jetzt prüfen, ob eine neue Verkehrsregelung möglich ist.

Reinhold Stahl, stellvertretender Schulleiter der Carl-Hahn-Schule, jedenfalls würde die Reduzierung des Tempos von aktuell 50 auf 30 sehr begrüßen. „Viele Schüler gehen in den Pausen zum gegenüberliegenden Pizzabäcker“, weiß er. Schnell fahrende Autos stellen aus seiner Sicht „ein Sicherheitsrisiko“ dar. „Zudem bekommen wir im nächsten Jahr auch Sitzmöbel, die vor der Schule aufgestellt werden.“ 1550 Schüler besuchen die Carl-Hahn-Schule, täglich sind etwa 900 Jugendliche vor Ort.

Tempo 30 auch in Schillerstraße?

Die Idee, das Tempo im Schachtweg zu drosseln, hatten die Grünen im Ortsrat, die dazu einen entsprechenden Antrag formulierten. Der übrigens auch Tempo 30 in der Schillerstraße vorsieht. Uwe Conradt erklärt: „Es geht einerseits um die Sicherheit der Schüler, aber auch um die Sicherheit der Radfahrer auf den beiden Straßen. Mit Tempo 30 in der Schillerstraße würden wir zum Beispiel auch die Ost-West-Fahrradachse erweitern. Radfahrer könnten in der 30er-Zone sicher auf der Straße unterwegs sein“, so der Grünen-Politiker.

Politiker aller Parteien diskutierten über Sinn oder Unsinn dieses Vorschlags. Jens Thurow (CDU) nannte den Antrag „populistisch“. Im Schachtweg würde man schließlich ohnehin nicht schnell fahren. Jens Tönskötter (PUG) räumte der Geschwindigkeitsreduzierung nach Gesprächen mit Polizei und Verkehrsexperten wenig Chancen ein.

Zustimmung und Ablehnung für Antrag

Bastian Zimmermann (Linke & Piraten) war einst selbst Schüler der Hahn-Schule und fand den Antrag „wunderbar“: „Mit 16 will man cool sein. Da geht man auch mal über die Straße, ohne zu gucken.“ Und Markus Nöhre (FDP) hält den Antrag für „obsolet. Da werden zeitliche, personelle und finanzielle Mittel in der Verwaltung verschwendet.“

Benno Scheid von der Verwaltung unterbrach die rege Diskussion allerdings: „Weder der Ortsrat noch der Rat sind für Verkehrsreglungen zuständig, sondern unsere Experten in der Verwaltung.“ Und die werden nach mehrheitlicher Annahme des Antrags jetzt ihre Arbeit aufnehmen.

Von Claudia Jeske

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