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Sia Korthaus: Zurück aus der Zukunft mit verwirrenden Erkenntnissen

Kabarett im Galerie-Theater Sia Korthaus: Zurück aus der Zukunft mit verwirrenden Erkenntnissen

Sie hat Talent, Charme und Ausstrahlung: Kabarettistin Sia Korthaus nahm die Besucher im Galerietheater jetzt mit auf eine Zeitreise in die Zukunft – eine überraschende Zukunft.

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Zeitreise: Kabarettistin Sia Korthaus trat mit einer Handpuppe im Galerie-Theater auf.

Quelle: Britta Schulze

Wolfsburg. Sind das nun gute oder schlimme Aussichten für uns Wohlstandsbürger, die wir noch im Jahr 2017 leben? Die Kabarettistin Sia Korthaus ist nämlich bereits ins Jahr 2054 geflüchtet, um am Samstag im ausverkauften Galerie-Theater die Besucher zu einer Zeitreise einzuladen. Mit recht verwirrenden Erkenntnissen: Alkohol ist verboten, statt des Dollars wird in den USA mit Drachmen bezahlt, und Ursula von der Leyen war inzwischen Bundeskanzlerin.

Begleitet wird die blonde Sia (im schicken rosafarbenen Oktoberfest-Look) von einem außerirdischen Handpuppen-Taxi-Fahrer mit Berliner Schnauze, der die silberne Raumfahrt-Station mehr oder weniger geschickt auf der Kleinkunstbühne abgesetzt hat. Gemeinsam werfen sie einen kritischen Blick in die Zukunft und die Vergangenheit. Google übernimmt die Weltherrschaft, die Wirtschaftskriminalität verdreifacht sich, Deutschland existiert nicht mehr, lediglich ein Reservat mit den letzten SPD-Wählern. Als bekannteste deutsche Sängerin (nein, nicht Helene Fischer) wird die Loreley gefeiert, herkömmlicher Sex ist abgeschafft, die praktische Befruchtung im Reagenzglas setzt sich durch. Verpönt sind auch leichte Drogen, sogar Justin Bieber-Platten gibt’s nur auf Rezept. Verlobungen sind der Schnee von gestern: „Das ist, wie wenn man ein Fahrrad geschenkt bekommt und nicht damit fahren darf. Nur klingeln.“

Ihr komödiantisches Glanzstück aber liefert Sia Korthaus als Ruhrpott-Oma, die 2054 ihr Smartphone zu Hause liegen lässt mit einer unendlichen Folge an Katastrophen, die in der Schwangerschaft mit einem Katzenbaby gipfelt.

Die studierte Sozial- und Theaterpädagogin mit Schauspiel- und Gesangsunterricht hat, was man für die Bühne braucht: Talent, Charme, Ausstrahlung und eine starke Präsenz. Ihr Programm trägt den Titel „Sorgen? Mache ich mir morgen“! Um Sia Korthaus’ künstlerische Zukunft jedenfalls braucht sich niemand Sorgen zu machen.

Von Katrin Mauke

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