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Serientäter für 90 Fahrraddiebstähle verantwortlich

Männer sitzen in U-Haft Serientäter für 90 Fahrraddiebstähle verantwortlich

An die 100 Fahrrad-Diebstähle rechnet die Polizei zwei Polen (25 und 29 Jahre alt) zu, die im Juni auf frischer Tat erwischt worden waren. Beide sitzen seither in U-Haft – und seither herrscht weitgehend Ruhe in Sachen Zweiraddiebstähle in Wolfsburg.

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Fahrraddiebstahl im großen Stil: Zwei Männern aus Polen, die in U-Haft sitzen, sollen für mindestens 90 Taten verantwortlich sein.
 

Quelle: Archiv

Wolfsburg.  Da sind der Polizei offenbar zwei ganz dicke Fische an die Angel gegangen. Zwei im Juni festgenommen Polen rechnen die Ermittler mindestens 90 Fahrraddiebstähle seit letztem Jahr zu, sagt Polizeisprecher Thomas Figge: „Tendenz nach oben offen.“ Mit der Festnahme endete auch eine ganze Diebstahlserie meist hochwertiger Zweiräder vornehmlich von VW-Parkplätzen – die Verdächtigen (25 und 29 Jahre alt) sitzen weiter in U-Haft, seither ist weitgehend Ruhe.

Jahrzehntelang galt Wolfsburg als die Hochburg der Autodiebe schlechthin, seit einigen Jahren häufen sich auch Serien von Fahrraddiebstählen – und wie früher bei den Autos landen auch viele der geklauten Zweiräder offenbar im Osten. Im Februar verurteilte das Amtsgericht einen 31-jährigen Polen zu zwei Jahren auf Bewährung, dem die Polizei wenigsten 100 Fälle zugerechnet hatte – mit Komplizen war der Mann immer wieder nach Wolfsburg gekommen, um Räder im Wert von teils mehreren tausend Euro zu klauen.

Genau die gleiche Masche wirft die Polizei den beiden Polen vor, die am 20. Juni auf dem VW-Parkplatz an der Nordhoff-Straße geschnappt worden waren. Zivilfahnder hatten sich dort gezielt auf die Lauer gelegt und mit dem Zugriff wohl auch eine große Serie beendet. Figge: „Wir gehen von mindestens 90 Taten innerhalb eines Jahres aus.“ Da die Männer zudem einschlägig vorbelastet waren, schickte ein Ermittlungsrichter sie sofort in U-Haft. Nach Überzeugung der Ermittler hatten sie seit Mitte letzten Jahre, vornehmlich auf VW-Parkplätzen, zumeist teure Bikes mitgehen lassen – „in den letzten Wochen herrschte dort weitgehend Ruhe“, sagt Figge. Die Männer sind offenbar Profis, knackten mit Spezialwerkzeug und Fachwissen auch extrem stabile Schlösser und spezielle Sicherungen. Einen hundertprozentigen Schutz gerade vor dem Zugriff solcher Profis geben es sicher nicht, räumt Thomas Figge ein: „Aber wer sein Fahrrad gut sichert, verhindert in jedem Fall den Diebstahl aus Gelegenheit.“

Von Ulrich Franke

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