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Schwimmmeister in den Freibädern: „Wir haben einen Traumjob“

Wolfsburg Schwimmmeister in den Freibädern: „Wir haben einen Traumjob“

Sie sind Rettungssanitäter, Techniker und Streitschlichter in einem: die Schwimmmeister in Wolfsburgs Freibädern. Während die Badegäste den Sommerurlaub im Schwimmbecken genießen, steht für die Teams im VW-Bad und Freibad Fallersleben Schwerstarbeit an. Und trotzdem sind sie überzeugt: „Wir haben einen Traumjob!“

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Schwimmmeister bei der Arbeit: Domenique Hentrich im VW-Bad.

Quelle: Photowerk (mv)

Von wegen sonnen, zwischendurch ins kühle Nass und entspannen - die Fachangestellten für Bäderbetriebe, wie sie korrekt heißen, haben an Traumwetter-Tagen kaum eine ruhige Minute: Sie achten auf die Sicherheit der Badegäste, rufen zur Ordnung auf, kontrollieren drei Mal täglich die Wasserqualität, nehmen Schwimmabzeichen ab und schlichten Streit zwischen Schwimmern.

Drei Jahre dauert die Ausbildung, in der ebenso die Technik hinter den Bädern auf dem Lehrplan steht wie auch die menschliche Anatomie für Rettungsmaßnahmen, Verwaltungsaufgaben, Animationskurse und natürlich Rettungsschwimmen. Und die Schwimmmeister müssen auch fit bleiben: „Man reißt hier täglich etliche Kilometer ab, wenn man seine Kontroll-Runden dreht und hat dabei auch eine große Verantwortung“, sagt Michel Marechal, der seit über 25 Jahren dabei ist, in den vergangenen Jahren in Fallersleben. Denn für den Ernstfall müssen die Schwimmmeister gewappnet sein und erste Hilfe leisten. Doch in 25 Jahren hat Marechal nur einen Fall gehabt, bei dem er eine Frau aus dem Wasser holen musste. „Sie ist beim Schwimmen ohnmächtig geworden, es ging aber gut aus.“ Auch Carsten Pommeranz, seit 35 Jahren Schwimmmeister und seit Jahrzehnten in Fallersleben, sagt: „Wir haben Glück, dass es hier relativ ruhig zugeht.“

Dafür sind die schönen Momente umso häufiger: „Wenn ich Kindern das bestandene Schwimmabzeichen überreiche, das ist toll“, sagt Domenique Hentrich, der vor zwei Jahren seine Ausbildung abschloss und diesen Sommer im VW-Bad eingesetzt ist. Marechal: „Hier entstehen Freundschaften bei der Arbeit und es ist schön zu sehen, wenn die Jugendlichen, die man früher zur Ordnung rufen musste, nun mit ihren eigenen Kindern hier sind.“

Auch Azubi Markus Böhm, der gerade den ersten Sommer im VW-Bad miterlebt, ist überzeugt: „Der Job ist toll und es wird einem nie langweilig!“

üt

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