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Schwimmkette als Schutz vor Graugänsen?

Allersee Schwimmkette als Schutz vor Graugänsen?

Nabu-Vorsitzender Michael Kühn begrüßt einen Vorstoß der PUG in der Nordstadt: Andrea Herweg schlägt vor, dass der Ortsrat eine Schwimmkette für den Allersee anschaffen lassen soll. Diese soll den Sandstrand vor der nächsten Graugänse-Invasion im Frühjahr schützen.

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Invasion der Graugänse: Im Frühjahr bevölkern die Wildtiere den Sandstrand – zum Ärger der Badegäste.

Quelle: Andrea Müller-Kudelka

Nordstadt. Zurzeit überlegen alle Fraktionen der Ortsräte, was ihnen trotz der bei leeren Kassen angesagten Bescheidenheit so wichtig ist, dass Geld in der Haushaltsplanung für 2018 vorgesehen werden sollte. Die PUG-Fraktion der Nordstadt plädiert für die Anschaffung und Installation einer Schwimmkette am Allersee. Sie soll den Strand vor den Graugänsen schützen.

Nabu-Vorsitzender Michael Kühn begrüßt den Vorstoß. „Die Idee ist nicht ganz neu, aber es ist wahrscheinlich sinnvoll, jetzt daran zu denken, die dafür benötigten Mittel auch in den Haushalt einzustellen, damit die Maßnahme im Frühjahr 2018 tatsächlich erprobt werden kann“, sagt er. Schon im Frühjahr 2017 diskutierte der Bürgerdiensteausschuss über die Schwimmkette und andere Maßnahmen wie zum Beispiel den Einsatz einer Drohne, die die Vögel verscheuchen sollte. „Ich bin kein Fan der Drohne“, gesteht Kühn, betont aber, er sei grundsätzlich für alles offen, was die Stadt ausprobieren will, um die Situation am Badestrand zu entschärfen. Die Schwimmkette betrachtet er persönlich dabei als sehr sinnvolle Lösung. „Sie hat keine Nebenwirkungen und man könnte sie in Absprache mit der DLRG gleich noch für einen zweiten Zweck nutzen – die Abgrenzung eines Nichtschwimmerbereichs“, überlegt er.

Dass die Sache mit der Kette funktioniert, sei in anderen Städten schon bewiesen worden, erklärt Andrea Herweg von der PUG im Antrag. Zumindest während der Brutzeit, wenn sich besonders viele Gänse an den Seen und Teichen versammeln – denn der Gänsenachwuchs, der im Schilf groß wird, kann noch nicht fliegen oder tauchen. Und ohne ihre Kinder gehen Mama und Papa Gans offenbar nicht in den Sand. „Es ist eine einmalige Investition, um ein leidiges Thema zu beenden“, so Herweg. Wie hoch diese Investition sein wird, weiß momentan allerdings offenbar noch niemand ganz genau. Laut Internet-Recherche der WAZ kostet allein die Leine mit Schwimmer-Kugeln zwischen 14 und 22 Euro, Befestigungen und Bojen nicht mitgerechnet.

Von Andrea Müller-Kudelka

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