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Stadt Wolfsburg Schuss- und Schnittverletzungen: Übung in der Notaufnahme
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Schuss- und Schnittverletzungen: Übung in der Notaufnahme
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22:30 24.07.2018
Jeder Handgriff muss sitzen: Bei einer Übung in der Notaufnahme im Klinikum stand am Dienstag die Behandlung von Schwerverletzten im Mittelpunkt. Quelle: Boris Baschin
Klieversberg

Was überaus realistisch aussah, war Dienstagmorgen Bestandteil einer groß angelegten Übung in der Zentralen Notfallaufnahme im Wolfsburger Klinikum. Ein Schwerpunkt aus medizinischer Sicht war dabei die gleichzeitige Versorgung von mehreren simulierten Schuss- und Stichverletzungen. Ein weiteres Thema war die Bewältigung von Konfliktsituationen, bei denen auch die Polizei zur Hilfe kam.

Chefärztin: „Solche Übungen sind zwingend“

Jetzt zählt jede Sekunde: Helfer eilen mit einem Patienten auf der Liege in den Behandlungsraum, in dem ein Arzt und medizinisches Fachpersonal bereitstehen. „Patient Mitte 20, nicht ansprechbar, Blutdruck 90 zu 60“, schallt es durch den Raum. Mit routinierten Handgriffen erfolgt die Erstversorgung des jungen Mannes, der eine Schusswunde am Bein hat. Kurze Zeit später kommt der „Verletzte“ in den großen Schockraum. Schnell ist klar, dass er noch eine weitere Stichverletzung im Brustbereich hat. „Solche Übungen sind zwingend“, sagt Dr. Bernadett Erdmann, Chefärztin der Notfallaufnahme. Wichtig sei es, die Zusammenarbeit von Klinikum, Polizei und Berufsfeuerwehr zu üben.

Hochmoderne Untersuchung: Mittels Computertomographie können die Ärzte auch Schussverletzungen sichtbar machen. Quelle: Boris Baschin

Derweil wird der Patient künstlich beatmet und mittels Computertomographie untersucht. „Mit dem Verfahren lässt sich der Durchschusskanal erkennen“, erläutert Dr. Erdmann. Für die vier Ärzte und fünf Pflegekräfte gibt es indes keine Atempause. Kurz nach dem jungen Mann liefert der Rettungsdienst eine junge Frau mit einer Stichwunde im Oberbauch ein, bevor eine weitere Patientin mit einer Stichverletzung in der Schulter hinzukommt. Das Mimen der Verletzten übernahmen Mitglieder der Realistischen Notfalldarstellung vom DRK Wolfsburg.

Konfliktpotenzial: Der Umgang mit uneinsichtigen Familienangehörigen ist Alltag für das Klinikpersonal. Quelle: Boris Baschin

„Es ist toll zu sehen, wie alles ineinander greift“, befand Wolfsburgs Sozialdezernentin Monika Müller, die sich die Übung anschaute. Das Klinikpersonal sah sich auch mit pöbelnden Angehörigen konfrontiert, bei einer handfesten Auseinandersetzung kam die Polizei hinzu (siehe Text auf der nächsten Seite). Aus medizinischer Sicht zeigte sich Dr. Wolfgang Klein, Chefarzt Unfallchirurgie und Orthopädie, als Beobachter mit der Übung zufrieden. „Diese war sehr erkenntnisreich und hat Optimierungspotenzial sowohl in der internen Kommunikation als auch in der Kommunikation mit externen Behörden wie etwa der Polizei gezeigt“, bilanzierte Klinikumssprecher Thomas Helmke.

Von Jörn Graue

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