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Schulelternrat stimmt gegen einen Umzug

Wolfsburg Schulelternrat stimmt gegen einen Umzug

Eine schwierige Entscheidung hatte gestern der Schulelternrat zu fällen: Sein Votum zum Umzug der evangelischen Waldschule vom Eichelkamp in die bislang staatliche Wohltbergschule war gefragt. Gegen diese Pläne kämpfen viele Eltern – und überzeugten auch Vertreter anderer Schulen: Neun von 14 Stimmberechtigten sind dagegen, drei dafür, zwei enthielten sich.

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Waldschule Eichelkamp: Für 2019 ist ein Umzug zum Wohltberg angedacht.

Quelle: Archiv

Die Kritiker wollen den Waldschul-Standort am Eichelkamp nicht aufgeben und sind dagegen, dass wegen des Einzugs der evangelischen Waldschule die staatliche Wohltberg-Grundschule schließen muss. „Wir brauchen beide. Es werden nicht weniger Kinder – wohin sollen denn die der Flüchtlinge?“ fragte gestern ein Vater. Karin Dohle (Verwaltung) verwies auf 1300 freie Plätze stadtweit.

Die Befürworter erwarten durch die Zusammenlegung eine bessere Integration sozial benachteiligter Familien, verweisen auf die multikulturelle Ausrichtung der evangelischen Schule und argumentieren, dass der Bestand der Wohltbergschule auf lange Sicht gefährdet und das Konzept der Waldschule an jedem Standort realisierbar sei.

Das sehen die Eltern anders. Monika Hoffmann (Waldschule) verwies darauf, dass auch Beschäftigte des Klinikums den Eichelkamp nutzen. Und Ahmed Abdullahi (Wohltberg) sieht diesen Schulstandort auf gutem Weg in die Zukunft. Außerdem, so Abdullahi, seien bei einer Privatschule Schulgebühren fällig. 

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Mahnung an Bürgerinitiative: Sachliche Diskussion gefordert

Zur Diskussion über die Wald- und die Wohltbergschule äußerten sich jetzt auch der Stadtjugendring und der Verein Christlicher Pfadfinder (VCP).

Der VCP ist Kooperationspartner der Waldschule. Die Bezirksleitung (Therese Zimkowsky und Hans Jürgen Poppek) sieht im möglichen Umzug auf den Wohltberg die Chance, dass sich dort die „positive Ausstrahlung des Schulkonzepts“ auswirkt und multikulturell noch erweitert wird.

Michael Gose (Vorsitzender Stadtjugendring) plädiert für mehr Sachlichkeit. Er kritisiert „bei allem Verständnis für bisher eingebrachte Argumente“ der Bürgerinitiative eine neue Tendenz zu „Unterstellungen“ und eine „teils schräge Vorstellung von Integration“. Gose warnt, das schade der vertrauensvollen Zusammenarbeit.

Stadträtin Iris Bothe betont, der Schulvorstand der Waldschule habe unter festen Voraussetzungen dem für 2019 geplanten Umzug zugestimmt (darunter Fertigstellung von Gebäude und Gelände, Beteiligung an Planung und Umsetzung). Sie verteidigt Dr. Kerstin Gäfgen-Track von der evangelischen Landeskirche gegen Kritik aus Reihen der Bürgerinitative: „Sie hat sich der Diskussion offen und transparent gestellt“, so Bothe.

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