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Stadt Wolfsburg Schuhladen schließt: So geht es mit „Al Bundy“ weiter
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Schuhladen schließt: So geht es mit „Al Bundy“ weiter
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06:00 24.11.2018
„Al Bundy“ schließt: In dem Schuhgeschäft geht es dank 50 Prozent Preisnachlass drunter und drüber. Quelle: Frederike Müller
Wolfsburg

So viel war im SchuhladenAl Bundy“ in der Innenstadt noch nie los: Zwischen den Regalen stapeln sich nicht nur Kartons und lose Schuhe, sondern beinahe auch schon die Kunden. Doch der Eindruck täuscht – das Outlet-Geschäft schließt noch vor Jahresende, zu viele Kunden kaufen ihre Schuhe inzwischen im Internet. Die Wolfsburg Wirtschaft und Marketing GmbH (WMG) sieht dem Trend jedoch gelassen entgegen.

Er werde sich ab jetzt mehr mit Versandkosten und weniger mit Mietkosten auseinandersetzen müssen, erzählt „Al Bundy“-Gründer Stefan Schnepel. Denn das Schuh-Outlet hat seine Zentrale in Northeim, von da aus verschickt es inzwischen alles von Sandalen bis zu Stiefeletten. Insgesamt seien die Verkäufe auch nicht weniger geworden, versichert Schnepel, sie hätten sich lediglich aufs Internet verschoben.

Seit „Al Bundy“ in den Online-Handel eingestiegen war, ging es für die Filiale bergab

Das war noch nicht zu erahnen, als der Unternehmer 1991 seinen Schuhhandel gründete. Die Wolfsburger Filiale ist eine von vieren und hat sich neun Jahre lang gehalten. Doch seit „Al Bundy“ vor zwei Jahren in den Online-Handel eingestiegen war, ging es für die Filiale bergab. „Es ist ein Stück Herzblut“, sagt Schnepel über den Wolfsburger Sitz. „Aber das sind unternehmerische Entscheidungen.“

Alles muss raus: „Al Bundy“ schließt die Filiale in der Wolfsburger Porschestraße. Quelle: Frederike Müller

WMG sieht positive Entwicklung in Porschestraße

Der zunehmende Onlinehandel stellt auch andere Geschäfte in Wolfsburg vor Herausforderungen, das weiß auch Jens Hofschröer, Geschäftsführer der WMG. Der Einzelhandel reagiere zunehmend mit „der Verknüpfung von stationärem und digitalem Handel“ – „Al Bundy“ ist längst nicht der Einzige, der nebenbei auch online verkauft. Als eine Bedrohung für die Geschäfte vor Ort sieht Hofschröer den Trend allerdings nicht: „Die Wolfsburger Porschestraße befindet sich insgesamt in einem positiven Entwicklungsprozess.“ In Wolfsburg wechselten die Betreiber der Geschäftsräume erfreulich selten, besonders im bundesweiten Vergleich. Auch Leerstände gebe es nur wenige und für die meisten davon sei schon die nächste Nutzung vorgesehen.

Schon morgens stehen die Kunden Schlange

Das Schuh-Outlet „Al Bundy“ soll es noch so lange geben, bis auch das letzte Paar Stiefel über den Ladentisch gewandert ist, aber das dürfte nicht lange dauern: Die 50 Prozent finaler Preisnachlass ließen schon morgens Schlangen vor den Ladentüren stehen, berichtet Schnepel. Ein gelungenes Ende für ihn, der lieber einen Schlussstrich zieht, als das Geschäft langsam absterben zu lassen: „Ich will nicht der letzte sein, der hier abschließt.“

Von Frederike Müller

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