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Stadt Wolfsburg Schüsse vor Disko: Das sagen die „Dance Club“-Betreiber
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Schüsse vor Disko: Das sagen die „Dance Club“-Betreiber
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23:55 12.05.2014
Betreiben den „Dance-Club“: Michael Begni und Nadine Kohlhause. Mit der WAZ sprachen sie über die Schüsse vor der Diskothek. Quelle: Photowerk (he)
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WAZ: Wie geht es Ihrem Freund nach den Schüssen mittlerweile?

Begni: Er hat ziemlich viel Blut verloren und ist noch schwach, aber er ist auf dem Weg der Besserung.

WAZ: Waren Sie erleichtert nach der Nachricht, dass sich der mutmaßliche Schütze am vergangenen Freitag selbst der Polizei stellte und jetzt in U- Haft sitzt?

Kohlhause: Ja, schon. Man bekommt es mit der Angst zu tun, wenn direkt vor der eigenen Diskothek geschossen wird.

WAZ: Wie ist es zu der Bluttat gekommen? Können Sie dazu etwas sagen?

Begni: Es ging um ein gestohlenes Handy. Es sind am frühen Samstagmorgen drei Männer (einer davon war der mutmaßlich Schütze; Anm. d. Red.) in der Disko aufgetaucht und haben unter unseren Gäste denjenigen wiedererkannt, der eine Woche zuvor ein Handy von ihnen hat mitgehen lassen. Damit es im Laden keinen Stress gibt, ist unserem Freund, der aushilfsweise als Türsteher bei uns arbeitet, mit den drei Wolfsburgern nach draußen gegangen.

WAZ: Also begann die Auseinandersetzung vor der Disko.

Begni: Genau, in der Disko hat sich eigentlich nichts abgespielt. Nur davor. Vor der Tür kam es zwischen unserem Freund und den Männern zu einer handfesten Auseinandersetzung. Dann sind die drei abgehauen.

WAZ: Zu diesem Zeitpunkt kam es nicht zu den Schüssen?

Begni: Nein, wir haben dann auch alle gedacht, die Sache ist erledigt. Unser Freund hat die Disko daraufhin auch verlassen. Aber kurze Zeit später, so gegen 7 Uhr, kamen diese Männer wieder. Da haben wir gerade den Laden sauber gemacht. Es waren kaum noch Gäste da... Ich habe dann unseren Freund auf Handy angerufen.

Kohlhause: Die waren wohl auf Stress aus.

WAZ: Und dann kam Ihr Freund wieder?

Begni: Ja, aber die Männer müssen ihn vor der Tür abgefangen haben. Von den Schüssen haben wir nämlich nichts mitbekommen.

Kohlhause: Mir kam ein Gast entgegen und hat gesagt: Da schießen sie. Aber dieser Mann war sehr betrunken - das habe ich leider nicht ernst genommen... Das Schlimme ist eigentlich, dass unser Freund uns helfen, uns schützen wollte. Und jetzt liegt er im Krankenhaus.

WAZ: Fühlen Sie sich derzeit sicher?

Kohlhause: Mittlerweile schon, Angst habe ich keine. Der Vorfall hat ja nichts mit unserer Diskothek zu tun, ich denke, das hätte überall passieren können...

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