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Schüsse im Asylheim: Verdächtiger wieder frei

Wolfsburg Schüsse im Asylheim: Verdächtiger wieder frei

Zwei mutmaßliche Täter (35/26), die im Asylheim Fallersleben einen 31 Jahre alten Nigerianer niedergeschossen und getötet haben, sitzen in Braunschweig in Untersuchungshaft. Ein dritter Mann (35), den die Polizei in der Tatnacht ebenfalls festgenommen hatte, ist seit gestern auf freiem Fuß. Die Tatwaffe bleibt verschwunden.

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Tödliche Schüsse auf Asylbewerber: Zwei mutmaßliche Täter sitzen in U-Haft. Die Polizei führt die Befragung der Bewohner des Fallersleber Heims fort.

Quelle: Photowerk

Fieberhaft ermitteln rund 40 Beamte in dem Fall, den jetzt die Staatsanwaltschaft leitet: Drei Männer, laut ermittelnder Behörde Spätaussiedler, die nicht im Heim wohnen, gerieten am Mittwochabend in Streit – es ging um einen Drogendeal.

Was genau dann passierte, muss jetzt geklärt werden. Laut Zeugen habe der 31-jährige Mann aus Nigeria, der von Bekannten als freundlich und zuvorkommend beschrieben wird, den Streit schlichten wollen. Mit dem Drogendeal selbst hatte er nichts zu tun. Wer auf ihn geschossen hat, müssen die Ermittler klären. Er starb noch Mittwochabend im Klinikum und hinterlässt ein Kind.

Während der blutigen Auseinandersetzung ist auch einer der drei Russlanddeutschen schwer am Kopf verletzt worden. Informationen, dass eine Axt im Spiel gewesen sein soll, kann die Staatsanwaltschaft derzeit nicht bestätigen. Der 35-Jährige und die beiden anderen flüchtete zwar nach den Schüssen auf dem Flur, aber der Verletzte verlor viel Blut und hinterließ Spuren, so dass die Polizisten alle drei Männer in der Nähe des Tatorts fanden. „Sie ließen sich widerstandslos festnehmen“, sagt Polizeisprecher Sven-Marco Claus. Der verletzte Mann ist ins Haftkrankenhaus Lingen verlegt worden.

Noch bis mindestens Montag bleibt ein Teil des Asylheims gesperrt, die ermittelnden Beamten verhören Zeugen, suchen Spuren und die Tatwaffe, die bisher nicht aufgetaucht ist. „Wegen der sprachlichen  Barrieren geht alles sehr zäh voran“, sagt Birgit Seel, Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Bis dahin haben rund 40 Flüchtlinge, die am Mittwochabend evakuiert wurden, Zuflucht im Heim in Westhagen gefunden. „Hier sollen sie zur Ruhe kommen und durchatmen“, sagt Elke Wichmann von der Städtischen Kommunikation.

jes

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