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Schüler erinnern an Zwangsarbeiter

Wolfsburg Schüler erinnern an Zwangsarbeiter

„Kunst gegen das Vergessen“ heißt eine Reihe des Instituts für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation. In diesem Rahmen hat sich die Klasse 9g1 des Albert-Schweitzer-Gymnasiums mit Schicksalen von Zwangsarbeitern auseinandergesetzt und mit der Künstlerin Angela Camara Correa eine Installation geschaffen, die sie gestern vollendeten.

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„Kunst gegen das Vergessen“: Gemeinsames Projekt des Instituts für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation mit dem Albert-Schweitzer-Gymnasium.

Quelle: Foto: Manfred Hensel

Dafür brachten sie das Profil ihrer Köpfe auf Papier, umstickten es mit rotem Faden und schrieben dazu Worte, die ebenfalls aus rotem Faden bestehen. „Der rote Faden steht für Leben und Tod“, erklärt die Künstlerin, die aus Brasilien stammt.

Bevor die Schüler zur Tat schritten, setzten sie sich in den Räumen der „Dokumentation für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft“ im Stadtmuseum mit den Schicksalen der Zwangsarbeiter auseinander. „Viele von ihnen waren in einem ähnlichen Alter wie die Schüler“, erklärt Anita Placenti-Grau, Leiterin des Instituts für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation. „Das ist aber nicht das Einzige, was sie verbindet“, so Angela Camara Correa. Das Verbindende herauszufinden, war Ziel des Projektes. Für Sobhi Hammoud (15) steht der rote Faden für einen Lebenslauf, „deshalb habe ich das Wort ‚Zeit‘ gewählt“, erklärte er. Seine Mitschülerin Lea Brandes suchte sich das Wort „Hoffnung“ aus. „Jeder Mensch hat und hatte Hoffnung, auch die Zwangsarbeiter“, ist sie sich ganz sicher.

Die Köpfe aus Papier hängen mitten in der Installation von Andreas von Weizsäcker, in der geritzte Botschaften russischer Gefangener zu sehen sind.

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