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Schon 2012 Razzia in Wolfsburger Boutique

IS-Chefanwerber Abu Walaa betrieb früher Modegeschäft "Dejavu" Schon 2012 Razzia in Wolfsburger Boutique

Der verhaftete mutmaßliche IS-Chefanwerber in Deutschland Abu Walaa war auch in Wolfsburg aktiv - zumindest geschäftlich.

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Modeboutique „Dejavu“: Bereits 2012 fand eine Razzia in dem Geschäft von Abdulaziz Abdullah A. statt, mittlerweile ist das Geschäft geschlossen.

Quelle: Roland Hermstein

Wolfsburg. Der 32-Jährige betrieb in der Fußgängerzone das mittlerweile geschlossene Modegeschäft „Dejavu“, wo die Polizei bereits 2012 eine Razzia durchgeführt hatte. Gepredigt oder gar Kämpfer für den IS angeworben hat Abu Walaa nach Einschätzung der Behörden in Wolfsburg aber wohl nicht.

Bei einem großen Anti-Terror-Einsatz hatte die Polizei am Dienstag fünf führende Islamistische Extremisten festgenommen. Darunter auch den Iraker Abdulaziz Abdullah A., der sich Abu Walaa nennt und als einer der führenden Köpfe des IS in Deutschland gilt.

Den haben die Behörden bereits seit Jahren im Visier. Schon 2012 wurden im Zuge eines Verbotsverfahrens gegen die salafistische Vereinigung „Millatu Ibrahim“ unter anderem die Filialen der „Dejavu“-Modekette in Wolfsburg, Braunschweig und Salzgitter durchsucht, die A. betrieb. In Wolfsburg filzte die Polizei die Geschäftsräume und nahm unter anderem einen Tresor mit. Seinerzeit allerdings verlief die Aktion ohne konkretes Ergebnis. Mittlerweile ist die Boutique in der Porschestraße geschlossen.

Abu Walaa hatte seinen Hauptwohnsitz in Nordrhein-Westfalen, in der Hildesheimer Mosche des Deutschsprachigen Islamkreises (DIK) soll er nicht nur gepredigt, sondern auch Ausreisen von Kämpfern nach Syrien organisiert haben. Zwar galt auch Wolfsburg lange als Hochburg ausreisewilliger IS-Kämpfer, direkt indoktriniert hat Abu Walaa in der VW-Stadt nach WAZ-Erkenntnissen aber wohl nicht. Die Sicherheitsbehörden glauben eher an den umgekehrten Weg: Höchstwahrscheinlich seien auch Wolfsburger nach Hildesheim gefahren, wo Abu Walaa in der DIK-Moschee für den Krieg warb. Damit ist vorerst Schluss - seit Dienstag sitzt der 32-Jährige hinter Gittern.

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