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Schluss mit kostenlos: Jetzt geht es der Plastiktüte an den Kragen

Wolfsburg Schluss mit kostenlos: Jetzt geht es der Plastiktüte an den Kragen

Wolfsburg. Der Plastiktüte geht‘s an den Kragen. Auch in Wolfsburg verzichten die meisten Geschäfte mittlerweile auf die kostenlose Abgabe der umweltschädlichen Tragehilfe.

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Das Aus für die kostenlose Plastiktüte: Auch bei WKS müssen die Kunden nach Tragetaschen fragen und dafür zahlen.

Quelle: Boris Baschin

Ob Drogerien, Supermärkte oder Bekleidungsgeschäfte - die griffbereiten Plastiktüten an der Kasse gehören fast überall der Vergangenheit an. Wer sie will, muss danach fragen. Und zahlen. Bei WKS beispielsweise zehn Cent. WKS-Geschäftsführer und Einzelhandelschef Matthias Lange hat bereits beste Erfahrungen gesammelt: „In der ersten Woche nach der Umstellung gingen noch an die 100 Plastiktüten über den Tisch, jetzt knapp 40 in einer Woche.“

Die meisten Kunden hätten großes Verständnis, einige ärgerten sich aber auch über die zehn Cent. Lange: „Dann zahlen wir den Betrag aus einem Kleingeldbehälter an der Kasse selbst. Um zu zeigen: Ums Geld geht es uns nicht.“ Sondern um ein Umdenken: „Jede Tüte, die wir vermeiden, ist eine gute Tüte.“

Mit im Boot ist der VfL, der schon vor einem Jahr auf eine kompostierbare Papiertüte umstieg. „Um ein Zeichen gegen Plastik zu setzen“, sagt Pressesprecherin Barbara Ertel-Leicht. „Die Erfahrungen im Shop sind sehr positiv.“

Das Modell könnte in Wolfsburg Schule machen, Lange: „Diese Tüte hinterlässt einen positiven Fußabdruck. Wir wollen das über WMG und Handelsbeirat auch anderen Geschäften näher bringen.“

Ganz viel Plastik fiel (und fällt) in den großen Supermärkten an, viele Ketten steuern dagegen. Beispielsweise Real, wo die kostenlose Plastiktüte an den großen Kassen vor Jahren aus dem Verkehr gezogen wurde. Unternehmenssprecher Markus Jablonski: „Ab 2017 bieten wir sie auch an den SVB-Kassen nicht mehr an.“ Und was ist mit den unzähligen dünnen Tüten für Obst und Gemüse? Jablonski: „Da sind wir noch auf der Suche nach einer ökologischen und ökonomischen Alternative.“

Ein erster Schritt ist also getan. Der Weg aber ist noch weit.

fra

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