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Schlossführung: Feminismus im 18. Jahrhundert

Wolfsburg Schlossführung: Feminismus im 18. Jahrhundert

„Frauenpower“ im Wolfsburger Schloss: Mit einem Schlossrundgang würdigten die Mitarbeiter des Stadtmuseums am Sonntag Leben und Werk der einstigen Schlossherrin Anna Adelheit Catharina von der Schulenburg. Rund 50 Besucher nahmen am Rundgang teil.

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Die Gräfin von der Schulenburg stellt sich vor: Das Stadtmuseum hatte gestern zu diesem besonderen Rundgang eingeladen.

Quelle: Sebastian Bisch

Als die Teilnehmer in die Räume des Stadtmuseums traten, ging ein leises Raunen durch die Reihen. Der Grund dafür: Die Gräfin selbst empfing die Besucher. In einem beigen Kostüm stellte sich die 1699 im Wolfsburger Schloss geborene Adlige vor. Sie berichtete von ihrer Kindheit, dem Tod ihrer Geschwister in jungen Jahren und ihrer Hochzeit mit Adolph Friedrich von der Schulenburg. Später las die geborene von Bartensleben ihren Ehevertrag und das Tochtertestament ihres Vaters vor. „Erst durch dieses Testament konnte die Gräfin das Erbe ihres Vaters anzutreten. Im 18. Jahrhundert war es äußerst unüblich, dass Frauen erben konnten“, erklärte Rundgangsleiterin Gundula Zahr.

Neben dem Schloss widmete sich der Rundgang besonders der St. Marien-Kirche sowie dem Englischen und Barock-Garten, dessen Gestaltung die Gräfin maßgeblich vorantrieb. Besucherin Hella Eichhorn lobte die Führung: „Es interessiert mich sehr, wie sich die Gräfin emanzipiert hat. Der Rundgang ist toll gestaltet.“

Am Ende des Rundgangs löste Zahr das Geheimnis um die anscheinend wiedergeborene Gräfin auf: Für den Rundgang schlüpfte Hobby-Schauspielerin Rita Techen-Müller in die Rolle der Adligen.

klm

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