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Schlechte Noten für die Ärzte?

Wolfsburg Schlechte Noten für die Ärzte?

Schlechte Noten für Wolfsburgs Ärzte: Das Online-Portal Jameda veröffentlichte am Freitag ein „Patientenbarometer“ - demnach sind die Wolfsburger höchst unzufrieden mit ihren Medizinern.

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Patient beim Arzt: Nicht alle sind zufrieden mit der Versorgung.

Quelle: Foto: Archiv

Dr. Andreas Korsch, Obmann der Kassenärztlichen Vereinigung, kritisierte die Umfrage zwar, sagt aber auch: „Wir haben in Wolfsburg eine extreme Ärzte-Unterversorgung.“

Jameda ist ein Online-Portal, in dem Patienten ihre Ärzte bewerten können - sie vergeben Schulnoten zwischen 1 und 6. Aus rund 13.500 Patientenmeinungen bildete Jameda jetzt Durchschnittsnoten und verglich zehn große Städte zwischen Hannover, Wolfsburg und Göttingen.

Ergebnis: Die Wolfsburger sind unzufrieden mit ihren Medizinern. Sie vergaben im Schnitt eine 2,0 - nur die Ärzte in Garbsen (Region Hannover) schnitten schlechter ab. Auch mit den Wartezeiten auf einen Termin und in der Praxis sind die Wolfsburger unzufrieden.

„Solche Umfragen gibt es viele. Sie haben keine relevante Datenbasis“, kritisierte Dr. Korsch, Obmann der Kassenärztlichen Vereinigung. Das Problem: Es werden nur die Patienten erfasst, die das Internet nutzen und sich bewusst an der Umfrage beteiligen wollen. Repräsentativ seien die Zahlen nicht. Allerdings sieht Dr. Korsch ein riesiges Problem auf Wolfsburg zurollen: Schon jetzt liege die hausärztliche Versorgung in der VW-Stadt nur bei 83 Prozent, etwa sechs Kollegen werden zudem bald in Rente gehen. „Wir arbeiten alle an der Kante und es ist extrem schwierig, junge Mediziner nach Wolfsburg zu holen.“ Für viele sei die Arbeit als niedergelassener Arzt nicht mehr attraktiv.

rpf

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