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Schießnachweis für Jäger auch in Wolfsburgs Wäldern

Wolfsburg Schießnachweis für Jäger auch in Wolfsburgs Wäldern

Wolfsburg. Ab dem 1. Oktober gilt auch in den Wolfsburger Wäldern der Niedersächsischen Landesforsten ein neuer Schießnachweis. „Dieser dient der Sicherheit“, sagt Sprecher Dennis Glanz. In der Jägerschaft Wolfsburg stößt die Neuregelung auf viel Zustimmung.

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Jäger im Wald: Die Landesforsten führen einen neuen Schießnachweis ein.

Quelle: Archiv

Die Jagdmethoden verändern sich: Ansitzjagden, bei denen das Wild erst lange beobachtet wird und der Jäger viel Zeit zum Schuss hat, reichen laut Landesforsten-Sprecher Glanz allein nicht mehr aus, um die vorgegebenen Ziele zu erreichen. Bewegungsjagden mit Jagdhunden an bestimmten Tagen würden immer wichtiger. „Die Jäger müssen sich dann in viel kürzerer Zeit sicher sein, worum es sich bei dem Wild handelt und entscheiden, ob ein sicherer Schuss möglich ist“, erläutert Glanz.

Der neue Schießnachweis setzt mindestens ein jährliches Training am Schießstand voraus und hängt Glanz zufolge nicht vom Alter der Jäger ab, entscheidender seien Praxis und Erfahrung. Beides ist auch deshalb gefragt, weil die Rückzugsmöglichkeiten für das Wild zugenommen hätten, was die Jagd wiederum erschwere.

In Wolfsburg gilt die neue Regelung für das Hohnstedter Holz bei Ehmen/Mörse, das Hattorfer Holz zwischen Detmerode und Hattorf, weite Teile des Barnstorfer Waldes und den Barnbruch bei Fallersleben.

„Gerade die Älteren sind bei uns sehr diszipliniert und schießen nur auf das, was sie sich zutrauen“, sagt der erste Vorsitzende der Jägerschaft Wolfsburg, Ralph Schräder. „Die Sicherheit steht bei uns immer vorne“, ergänzt Stellvertreter Wilfried Schulze. Beide begrüßen den neuen Schießnachweis, der ab dem 1. Oktober bei der Teilnahme an einer Jagd in den Wäldern der Landesforsten vorzulegen ist. Auch Kreisjägermeister Wolfgang Lüer hält regelmäßiges Üben mit der Waffe für unumgänglich: „Es ist wichtig, dass alle Jäger regelmäßig die Schießstände aufsuchen.“

joe

Für Risiken sensibilisieren

ein Kommentar von Jörn Graue

Im Volksmund wird der Jagdschein auch „grünes Abitur“ genannt. Der Beiname macht deutlich, dass der Erwerb einer solchen Erlaubnis den Interessenten eine Menge abverlangt. In der Jägerprüfung müssen unter anderem umfassende Kenntnisse zu Jagdrecht, Naturschutz und zur Behandlung des erlegten Wildes nachgewiesen werden. Eine zentrale Rolle spielt der korrekte Umgang mit der Waffe.

Die hohen Anforderungen stellen sicher, dass nur auf Jagd gehen kann, wer über das nötige Knowhow verfügt. Wie in vielen anderen Bereichen gilt auch für die Jäger: Die eigenen Fähigkeiten an der Waffe müssen immer wieder trainiert werden. Dafür ist der Gang auf den Schießstand unerlässlich.

Dass die Niedersächsischen Landesforsten für die Jagd in ihren Wäldern ab dem 1. Oktober auch in Wolfsburg einen Nachweis über regelmäßige Schieß-übungen verlangen, ist keine Gängelei, sondern liegt einzig im Interesse der Sicherheit aller. Dennoch: Ein gewisses Risiko im Umgang mit der Jagdwaffe bleibt. Auch hierfür können Schießübungen sensibilisieren.

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