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Stadt Wolfsburg Sauer auf BKK: Patientin soll Spezialabsätze selbst zahlen
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Sauer auf BKK: Patientin soll Spezialabsätze selbst zahlen
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23:55 03.11.2014
Ärger mit der BKK wegen der Absätze: Helga Neumayer ist sauer auf ihre Krankenkasse. Quelle: Foto: Hensel
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Seit mehr als zehn Jahren lässt Helga Neumayer die Absätze ihrer Schuhe einseitig erhöhen, weil ihr rechtes Bein ein Stück kürzer ist als das linke. „Sonst humpele ich“, erklärt die Rentnerin, „und für meine vor zwei Jahren erst operierte Hüfte ist das gar nicht gut.“

Früher, so berichtet sie, zahlte die Krankenkasse die Erhöhung der Absätze von vier Schuhpaaren pro Jahr, inzwischen nur noch für zwei Paare. Was Helga Neumayer nicht wusste: Dabei gilt „pro Jahr“ nicht dafür, wann das Rezept für die orthopädischen Hilfsmittel ausgestellt wurde. Der Auslieferungstermin ist entscheidend. „Das ist unfair“, findet die Rentnerin. Erst musste sie sich über ihren Schuhmacher ärgern und jetzt bleibt sie auch noch auf den Kosten für die in diesem Jahr fälligen Schuhe sitzen. „Dabei bin ich doch gar nicht schuld!“, sagt sie.

Ihren Widerspruch akzeptierte die Deutsche BKK aber nicht. Die Rechnung für zwei weitere Absatz-Erhöhungen (206 Euro) musste sie selbst zahlen. Sie hätte sowieso mit der Beauftragung warten müssen, bis die Kasse die Übernahme der Kosten bestätigt, hieß es im Begründungs-Schreiben. „Ich habe noch nie irgendetwas abstempeln lassen“, wundert sich die Rentnerin, „die Abrechnung lief immer über die Schuhmacher.“ Auf Nachfrage der WAZ will die BKK den Fall jetzt nochmals prüfen.

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