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Saubere Sache: Betonwerk im Vogelsang ist eine hochmoderne Anlage

Hinter den Kulissen Saubere Sache: Betonwerk im Vogelsang ist eine hochmoderne Anlage

Das zurzeit jüngste und modernste Beton-Werk von TSN-Beton steht im Vogelsang zwischen Vorsfelde und Reislingen – und es hat mit dem 23-jährigen Christopher Laas auch den zurzeit jüngsten Werkleiter. Die WAZ durfte hinter die Kulissen schauen.

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Just in time: Während auf der einen Seite Sand und Kies per Elevator im Silo landen, wird gleich nebenan die vom Kunden geforderte Beton-Mischung in einen TSN-Fahrmischer gefüllt.

Quelle: Roland Hermstein

Vogelsang. Im Januar eröffnete TSN-Beton das neue Werk im Vogelsang. Zehn Mitarbeiter sind hier beschäftigt und Werkleiter Christopher Laas ist mit seinen 23 Jahren ein recht junger Chef. Auch Anlagenführer Christian Bär ist erst 23 Jahre alt. Beide wurden vom Betrieb selbst ausgebildet. Werksgruppenleiter Jörg Franze, zuständig für die Standorte Magdeburg und Wolfsburg, ist sichtlich stolz auf den Nachwuchs und auf die Anlage. Die WAZ führte er gemeinsam mit dem technischen Leiter Jürgen Schulz hinter die Kulissen.

Seit 1959 gibt es TSN – es ist ein Zusammenschluss selbstständiger Transportbetongesellschaften mit Wurzeln in Wolfenbüttel. Wolfsburg gehört seit 1988 dazu, damals wurde ein Werk in Reislingen eröffnet. Im Januar zog die Belegschaft in den Vogelsang um. „Gleichzeitig haben wir zwei neue Arbeitsplätze geschaffen“, sagt Jörg Franze. Er ist froh, dass es im Gewerbegebiet jetzt kein Konfliktpotenzial mehr gibt – „wenn zum Beispiel morgens um 4 Uhr Mörtel ausgeliefert wird“.

Lieferungen erfolgen „Just in time“: Auf 14 Bildschirmen im Büro am Karl-Ferdinand-Braun-Ring 13 verfolgen Laas und Bär, wo sich die Fahrzeuge befinden, welcher Auftrag ansteht, wie die Situation bei den anderen 15 Werken aussieht und wie der Misch-Prozess in der Anlage läuft. „Die Schlacht wird an der Baustelle entschieden“, sagt Franze. Dort sind die Fahrer gefragt, zu denen der 60-jährige Reinhold Bardosch gehört. Pünktlich, freundlich und sauber müsse das ablaufen.

Sauber und aufs Gramm genau arbeitet die Anlage: Im 30 Meter hohen Zuschlagsilo gibt es neun Kammern für verschiedene Sorten Sand und Kies, die in Bahrdorf gefördert werden. Hinzu kommen Wasser, Zement und nach Bedarf verschiedene Zusatzmittel, die zum Beispiel die Fließfähigkeit optimieren. Luftporen werden dem Beton beigefügt, um die Widerstandsfähigkeit gegen Frost und Tausalz zu erhöhen. Auch farbigen Beton könnte man so vor Ort produzieren, pro Stunde bis zu 100 Kubikmeter. Filter sorgen dafür, dass Zementstaub weder im noch außerhalb des Gebäudes eine Chance hat.

Während sich der Sand im großen, grauen Silo befindet werden die Bindemittel über die markanten gelben Metall-Behälter zugeführt. Die Anlage ist übrigens so großzügig gebaut, dass es Platz für zwei weitere Bindemittel-Silos gibt.

Von Andrea Müller-Kudelka

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