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Stadt Wolfsburg Sammler schenkt Wolfsburg ein Kunstwerk
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Sammler schenkt Wolfsburg ein Kunstwerk
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06:00 26.09.2018
Alle freuen sich: Das Kunstmuseum bekam ein Kunstwerk von Mithu Sen (2.v.l.) geschenkt. Quelle: Sebastian Bisch
Stadtmitte

Machmal gehen Wünsche in Erfüllung: Das Kunstmuseum wollte unbedingt die Arbeit „Museum of Unbelongings“ der indischen Künstlerin Mithu Sen für seine Sammlung ankaufen. Gerade ist es in der aktuellen Ausstellung „Facing India“ zu sehen. „Doch wir haben kein Geld für Ankäufe“, sagt Direktor Ralf Beil. Deshalb sprang Sammler Durjoy Rahman ein, der sich für einen gegenseitigen Austausch von ostasiatischer und westlicher Kunst stark macht.

Historischer Moment

Den Deal fädelte Holger Broeker ein, der im Kunstmuseum für die Sammlung zuständig ist. Er saß mit Rahman in Berlin in der Paris Bar, sie tauschten sich über die Arbeit aus – und Broeker sprach den Ankaufswunsch an. Rahman sagte zu, helfen zu wollen. „Ich dachte zuerst, er versteht mich nicht“, erzählte Broeker schmunzelnd. Der Kunstsammler, der aus Bangladesh stammt, verstand sehr wohl. Jetzt gehört das Kunstwerk zur Sammlung. „Das ist ein historischer Moment“, freute sich Ralf Beil: „Die Schenkung zeigt, dass „die Globalisierung auch im Museum angekommen ist“.

Zeitgenössisches Statement

Ihm gefällt das Werk von Mithu Sen so gut, weil es nicht nur ein Schlüsselwerk der Künstlerin und ein „zeitgenössisches Statement“ ist.

Alle freuen sich: Das Kunstmuseum bekam ein Kunstwerk von Mithu Sen geschenkt. Quelle: Sebastian Bisch

Die Installation besteht aus vielen kleinen Objekten wie Buddha-Figur oder Reste von Bleistiften, die die Künstlerin im Laufe ihres Leben gesammelt und mit denen sie gelebt hat. Jedes Objekt hat eine ganz persönliche Geschichte und so werden alle zu Kunst, das fasziniert Beil.

Erfüllung eines Traums

Jedes Objekt ist für Mithu Sen „wie ein Kind“ – diese Kinder in neue Obhut zu geben, falle ihr schwer, erzählte sie am Dienstag mit bewegter Stimme. Aber dass ihr Werk nun im Kunstmuseum stehe, damit erfüllt sich für sie „ein Traum“. Beil versprach, die Arbeit in gutes Licht zu setzen und darauf aufzupassen – wie ein Vater auf seine Kinder. Die Künstlerin schenkte ihm außerdem noch zwei Mutterfiguren, die Kinder im Arm halten.

Von Sylvia Telge

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