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Sackgassen bereiten der Müllabfuhr Probleme

Wolfsburg: WAS fährt einige Straßen nicht an Sackgassen bereiten der Müllabfuhr Probleme

Für Verunsicherung sorgte bei der jüngsten Ratssitzung ein Einwurf von Jens Tönskötter (PUG): Der Ratsherr warnte, nach Änderung der WAS-Satzung drohe eine Mülltonnenflut - weil Besitzer von Mehrfamilienhäusern, die zurzeit große Container auf dem Hof stehen haben, gezwungen sein würden, auf kleinere, transportable Tonnen umzusteigen.

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WAS-Fahrzeug: Sehr schmale Sackgassen werden nicht angefahren - aufgrund von Unfallverhütungsvorschriften.

Quelle: WAS

Wolfsburg. Hintergrund ist, dass die WAS (Wolfsburger Abfallwirtschaft und Straßenreinigung) strengere Auflagen für die Befahrbarkeit von Straßen in die Satzung aufgenommen hat. Dadurch könnten viele Sammelplätze nicht mehr angefahren werden. Und die Container, so Tönskötter, wolle ja wohl niemand selbst zur Straße schleppen.

Grund für die Regeln sind Unfallverhütungsvorschriften - beim Rückwärtsfahren hatte es bundesweit Todesfälle gegeben. Das Recht aber werde von der WAS zu streng ausgelegt, findet Tönskötter: „Da gibt es keinerlei Flexibilität, es geht nur darum, die Touren zu optimieren - dabei sollte die WAS Service bieten.“ Er fürchtet, dass künftig Sackgassen und Privatgrundstücke gar nicht mehr befahren werden. Schließlich habe die WAS mittlerweile schon Bewohnern von 15 Straßen mitgeteilt, dass sie ihre Tonnen selbst bis zur nächsten Straße bringen müssen - niemand wisse, wie viele noch hinzu kommen.

Tatsächlich würden weitere Wege mit Blick auf die Arbeitssicherheit geprüft, sagt WAS-Chef Dr. Herbert Engel. Straßen, die rückwärts befahren werden, müssten tragfähig sowie breit und übersichtlich sein. Für Privatgelände könne man vertragliche Vereinbarungen treffen.

„Bei Neubauten sind wir wenig entgegenkommend, aber im Falle bestehender Straßen und Wege gehen wir vorsichtig ran“, verspricht er. Der Anteil der Betroffenen, bei denen das Anfahren künftig nicht mehr möglich ist, „dürfte im Promillebereich liegen“, so Engel. Er verwahrt sich gegen die Vorwürfe Tönskötters und betont: „Wir wollen den Bürgern helfen.“

Rund 60.000 Haushalte versorge die WAS. Betroffene, die Müllbehälter nicht selbst zur Straße bringen können, müssten Privatunternehmen oder die WAS selbst beauftragen - gegen Entgelt zuzüglich zur normalen Gebühr. Engel: „Auf die Allgemeinheit dürfen wir diese Kosten nicht umschlagen.“

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