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SPD und Anwohner verteidigen Flüsterasphalt

Wolfsburg SPD und Anwohner verteidigen Flüsterasphalt

Um das Thema Flüsterasphalt sind heiße Diskussionen entbrannt. Die SPD verteidigt den Ausbau der Straßen mit so genanntem Flüsterasphalt weiterhin - denn Alternativen, den Lärm in der Stadt zu verringern, gebe es keine. Auch Anwohner und Geschäftsleute der Innenstadt sind für den weiteren Einsatz des speziellen Gemischs.

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Sind für Flüsterasphalt: Wirt Nando Costantini sowie Hans-Georg Bachmann und Detlef Conradt (v.l.).

Quelle: Boris Baschin (2)

Die SPD führt als positives Beispiel die Lessingstraße an: Die Lärmbelastung sei mit dem neuen Belag vier Dezibel geringer. „Wie lange der Asphalt wirklich hält, dazu haben wir noch keine Erfahrungen, da es eine spezielle Mischung ist“, sagt Bauausschussvorsitzender Hans-Georg Bachmann. „Aber selbst wenn er nicht so langlebig wie anderer ist - das ist besser, als nichts zu tun!“ Den Vorschlag der CDU, eine Grüne Welle auf den Hauptverkehrsstraßen einzurichten, hält Bachmann nicht für umsetzbar.

Die Anwohner finden den Vorstoß mit dem Flüsterasphalt gut - wie Gabriele Paz (27), die an der Lessingstraße wohnt. „Allerdings ist der Geräuschpegel hier generell hoch“ - wie viel der Flüsterasphalt bringe, lasse sich schlecht feststellen.

Trotzdem sind viele von dem Flüsterasphalt überzeugt und freuen sich, wenn er bei anstehenden Straßen-Sanierungen eingesetzt wird - wie bei der Schillerstraße. „Vor allem für die Anwohner wäre das eine Erleichterung“, sagt Wolfgang Heuberger, der mit seinem Fußdienst Heuberger dort ansässig ist. Auch die Goethestraße steht auf der Prioritätenliste der Stadt: „Flüsterasphalt in der Goethestraße wäre toll! Das Sitzen auf der Terrasse wäre bei weniger Lärm gemütlicher“, so Wirt Nando Costantini.

üt

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Direkt nach dem Auftragen von oberporigem Flüsterasphalt sei die Lärmreduzierung groß. Doch mit der Zeit würden sich die Poren mit Dreck und Staub füllen und verhindern, dass der Schall aufgenommen wird. Man müsse sich, so CDU-Politiker Frank Roth, den Belag vorstellen wie eine Puffreis-Schokolade. „22 Prozent des Belags sind eigentlich nur Luft“, so Roth. „Nach drei bis vier Jahren lässt die lärmreduzierende Wirkung drastisch nach.“

Hinzu komme, dass bei dichten Poren auch die Gefahr von Eisglätte im Winter bestehe. Wenn das Wasser nicht mehr richtig abfließen könne, könne sich im Winter ein gefährlicher Rutschfilm aus Eis auf der Fahrbahn bilden.

Die CDU Stadtmitte werde die Thematik Lärmverminderung positiv begleiten, sehe aber auch Ampelschaltungen, Abbiegemöglichkeiten und Verkehrszunahme als notwendig zu lösende Probleme.

üt

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