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Stadt Wolfsburg SEK-Einsatz: Schreck sitzt noch tief bei Anwohnern
Wolfsburg Stadt Wolfsburg SEK-Einsatz: Schreck sitzt noch tief bei Anwohnern
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00:23 08.05.2014
SEK-Einsatz am Rabenberg: Die Polizisten stürmten zwei Wohnungen; viele Anwohner waren erschrocken. Quelle: Photowerk
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Gegen 15.30 Uhr war es auf dem Rabenberg vorbei mit der Sonntagsruhe. „Plötzlich knallte es ganz laut“, so ein Anwohner – das SEK hatte in dem Mietshaus eine Tür aufgebrochen, das Treppenhaus war voller schwarz gekleideter Einsatzkräfte. „Sie kamen auch zu mir herauf, aber das war die falsche Etage“, berichtet Ingolf Hackl (57) aus dem fünften Stock.

Die Beamten fanden den Gesuchten allerdings auch nicht in seiner Wohnung, fühlten sich dort aber von seinem Hund angegriffen und erschossen das Tier.

Der Gesuchte lebt laut Nachbarn noch keinen Monat in dem Haus. Ein älteres Paar habe, wenn er abwesend war, öfter den Hund und andere Tiere in der Wohnung versorgt. Während des Einsatzes habe das Paar sich lautstark bei den Polizisten beschwert, weil es keinen Grund gegeben habe, die Wohnungstür aufzubrechen und den Bullterrier zu erschießen.

Bei den Nachbarn löste der bis 18 Uhr dauernde SEK-Einsatz Beklemmungen aus: „Alle waren vermummt, es war unheimlich“, so eine Passantin. Wilhelm Werkmeister hatte die Autos ankommen sehen: „Man fühlt sich in solchen Situationen nicht gut.“ Nicht alle reagierten so bestürzt. „Wir lassen uns nicht erschrecken“, beteuerten zwei Besucherinnen eines benachbarten Cafés.

Auch eine weitere Wohnung am Rabenberg wurde durchsucht.

mbb

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