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Rudolf Dittert wird 100: Er hat viel erlebt

Wolfsburg Rudolf Dittert wird 100: Er hat viel erlebt

Rudolf Dittert hat viel erlebt in seinem Leben. Als der Ersten Weltkrieg ausbrach, wurde er geboren, im Zweiten Weltkrieg war er Soldat, geriet in französische Gefangenschaft und landete später in Wolfsburg.

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Quelle: Foto: Archiv

Am Mittwoch  feiert Dittert seinen 100. Geburtstag.

Tochter Inge (71), Familie und Freunde stoßen bei einer Feier im Kleingartenverein Westersieck mit ihm darauf an. 1914 in Breslau geboren, wuchs er als ältestes Kind mit drei Geschwistern auf. Nach der Schule folgte eine Lehre als kaufmännischer Angestellter. Bei einem Lehrgang lernte Dittert seine Frau Elfriede kennen, sie heirateten und bekamen Tochter Inge. Der Zweite Weltkrieg brach aus und Rudolf Dittert wurde eingezogen. „Ich hatte Glück und musste nicht zum Polen-Feldzug, sondern war in der Schreibstube“, erinnert sich der rüstige Senior, der mit 100 Jahren seinen Haushalt noch allein erledigt.

Als Schreiber war er damals auch in der Wolfsschanze, dem ostpreußischen Führerhauptquartier. Am Tag des Attentates auf Adolf Hitler, am 20. Juli 1944, war er dort auch. Er erinnert sich daran: „Die Nachricht von der Explosion und Graf Stauffenbergs Attentatsversuch verbreitete sich wie ein Lauffeuer unter den Soldaten.“

In den 50er Jahren landete Dittert in Wolfsburg. Er fand Arbeit im VW-Werk, war dort viele Jahre Vertrauensmann. Eine Wohnung fand die Familie nicht sofort in der neuen Heimat, sie lebte für ein Jahr in Lehre. Später zog Dittert in die Grauhorststraße, dort lebte er heute noch - seit 60 Jahren.

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