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Rolf Schnellecke: Ich sehe mich voll und ganz bestätigt

Wolfsburg Rolf Schnellecke: Ich sehe mich voll und ganz bestätigt

Über die Entscheidung der Staatsanwaltschaft zur Einstellung der Ermittlungen gegen Rolf Schnellecke sprach WAZ-Redakteur Ulrich Franke mit dem Ex-Oberbürgermeister.

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Rolf Schnellecke: Die Erleichterung ist groß.

Quelle: dpa

WAZ : Herr Schnellecke, was war Ihre erste Reaktion, als Sie von der Einstellung des Verfahrens erfuhren?
Schnellecke : Mir ist eine Riesenlast von der Seele gefallen. Diese lange Zeit der Verdächtigungen war unerträglich.

WAZ : Wie bewerten Sie die Entscheidung der Staatsanwaltschaft?
Schnellecke : Ich sehe mich voll und ganz bestätigt in dem, was ich schon immer gesagt habe. Für mich ist diese Entscheidung keine Überraschung.

WAZ : Hätten Sie diese Entscheidung nicht schon früher erwartet?
Schnellecke : Man kann in der Tat nur mit Mühe die Gründe nachvollziehen, warum das so lange gedauert hat. Natürlich hätte ich mir eine schnellere Entscheidung gewünscht. Mein Ziel war es eigentlich, diese Angelegenheit bereits während meiner Amtszeit zu bereinigen.

WAZ : Können Sie nun mit der Stadtwerke-Affäre abschließen?
Schnellecke : Ich sehe dieses Kapitel als zugeklappt an. Auch wenn es höchst unerfreulich war, ist zumindest dieser Abschluss des Verfahrens positiv.

WAZ : Wie sehr hat Sie die Stadtwerke-Affäre in den letzten zwei Jahren belastet?
Schnellecke : Diese höchst ungerechten Vorwürfe haben ja nicht nur mich belastet, sondern meine ganze Familie. Meine Frau hat geradezu gejubelt, als ich ihr nun endlich die gute Nachricht überbringen konnte. Und auch ich selbst bin unendlich erleichtert.

Karp und Nahrstedt: Keine Entscheidung

In der Stadtwerke-Affäre wurde das Ermittlungsverfahren gegen Ex-Oberbürgermeister Rolf Schnellecke (CDU) eingestellt. Auch in den Verfahren gegen Ex-Stadtwerke-Chef Markus Karp und Maik Nahrstedt (Stadtwerke-Betriebsrat) stehen die Abschlussentscheidungen offenbar kurz bevor – ob sie wie im Fall Rolf Schnellecke eingestellt werden, ist aber völlig unklar.

Staatsanwältin Birgit Seel rechnet mit einer Abschlussentscheidung „innerhalb der nächsten 14 Tage“. Dann wird man sehen, ob sich Karp und Nahrstedt vor einem Gericht verantworten müssen, ob Strafbefehle erlassen werden oder ob auch diese Ermittlungen eingestellt werden.

rpf

Schnellecke: Die Erklärung im Wortlaut

Rolf Schnellecke veröffentlichte gestern die folgende Erklärung:

Die Einstellung des Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft Braunschweig mangels Tatverdachts bestätigt, was ich von Anfang an gesagt habe: Sämtliche gegen mich gerichteten Vorwürfe und Verdächtigungen entbehrten der Grundlage und waren von Beginn an haltlos.

Die Behauptungen Nahrstedts, er habe während meiner Oberbürgermeisterwahlkämpfe 2001 und 2006 halbtags auf Kosten der Stadtwerke Wahlkampfunterstützung geleistet, haben sich als falsch erwiesen und sind widerlegt. Dies war ein Lügenkonstrukt mit dem Ziel, auch mir zu schaden und meinen guten Ruf mit in den Schmutz zu ziehen. Auch die übrigen Verdächtigungen haben sich als unbegründet erwiesen.

Ein Trauerspiel aber ist es, dass es mehr als zwei Jahre gedauert hat, um zu dieser Klarstellung zu gelangen. Nach so langer Zeit ist der öffentliche Schaden kaum gutzumachen. Und es erstaunt, wie leicht es ist, einen unbescholtenen Amtsträger nach fast 40 Jahren Verantwortung im öffentlichen Dienst unter einen derartigen Verdacht zu stellen und auf solche Lügen hereinzufallen.

Ich habe bereits im September 2010 Strafanzeige gegen Nahrstedt wegen Verleumdung und falscher Verdächtigung gestellt, der nun nachzugehen sein wird.

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