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Riesige Skulptur steht im Detmeroder Privatgarten

Cremer-Installation: Riesige Skulptur steht im Detmeroder Privatgarten

Es war Liebe auf den ersten Blick: Elisabeth Bönsch sah in der Ausstellung „Vorsicht – Nachsicht“ von Eimo Cremer im Gewölbekeller des Schlosses eine Installation des Wolfsburger Künstlers und wusste auf Anhieb: „Das ist meine Plastik, die passt zu mir, die will ich haben.“

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Liebe auf den ersten Blick: Die Skulptur des Künstlers Eimo Cremer steht jetzt im Garten von Elisabeth Bönsch.

Quelle: Britta Schulze

Detmerode. Sechs Monate ist das her. Heute steht das Objekt im Detmeroder Privatgarten und macht seine Besitzerin „einfach glücklich“. „Jeden Morgen, wenn die Sonne auf die Skulptur scheint, habe ich gute Laune.“

Ja, Kunst macht glücklich, besonders in dieser Mischung aus Ernst und Heiterkeit. Der Titel „Gespaltene Gesellschaft“ liefert einerseits den Hinweis auf die Unterschiede von Arm und Reich, von Mangel und Überfluss, der Gegensätze zwischen West und Ost. Denn Cremer ist ein politischer Künstler. Seine Werke, (optisch gewürdigt auch im arte-Magazin und der ARD-Tagesschau) nehmen oft Bezug auf gesellschaftspolitische Themen. Auch hier. Andererseits sind da, von stählernen Stangen gehalten, sechs mit Bootslack behandelte Holz-Elemente in Schwarz, Rot und Gold, also den symbolträchtigen Deutschlandfarben. Allein von ihrer Leuchtkraft her öffnen sie die Herzen und machen fröhlich. Während erwachsene Betrachter vermutlich tiefsinnige Überlegungen anstellen, sehen Kinder wohl eher ein interessantes Spielgerät. Zumal die Größe ( 3 mal 3 Meter in Höhe und Breite) hervorragend passt.

Eimo Cremer ist mit seinen Montablen (Kunstwerke auf Zeit), deren Kennzeichen abbaubare Holzlatten und Schraubzwingen sind, berühmt geworden. Die „Gespaltene Gesellschaft“ hingegen zeigt sich als extrem stabiles Unterfangen – gesichert durch die Berechnung eines Statikers, ein Fundament aus 150 Sack Zement, Kies und Stahlmatten. Und weil’s keine andere Möglichkeit gab, musste eine Betonmischmaschine mitten durch den Bönschen Wohnraum gerollt werden. Die Hausherrin hat’s mit Fassung getragen. Sie hat sich ihren Traum erfüllt. Dafür brachte sie gern Opfer.

Von Katrin Mauke

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