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Stadt Wolfsburg Riesen-Auflauf am grün-weißen Kultkiosk
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Riesen-Auflauf am grün-weißen Kultkiosk
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14:03 11.09.2017
„Einen alten Baum verpflanzt man nicht“: Bei der Unterschriftenaktion zum Erhalt des grün-weißen Kiosks am Amtsgericht kamen viele Fans.  Quelle: Foto: Roland Hermstein
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Stadtmitte

 Die VfL-Fans stehen geschlossen hinter Giovanni Moschetto und seinen grün-weißen Kult-Kiosk! Mehr als 1000 Unterschriften kamen am Samstag bei einer Aktion zum Erhalt der Trinkhalle am Amtsgericht zusammen, zeitweise hielten sich rund 250 Fans am Rothenfelder Markt auf. Dutzende Polizisten behielten die Fußball-Anhänger im Blick und geleiteten sie am Ende ins Stadion.

Pächter Giovanni Moschetto (82) mit VfL-Sonnebrille auf der Nase war gerührt von soviel Zuspruch, er brach öfter in Tränen aus, bedankte sich bei allen Initiatoren. Dazu gehörte auch Andreas Hilmert: „Es sind viel mehr Leute hier, als wir erwartet haben. Das zeigt doch, wie wichtig allen dieses Stück Fußballkultur ist.“ Ein neuer Investor hat dem Pächter Moschetto zum Jahresende gekündigt. Mit den gesammelten Unterschriften wollen die Fans ins Rathaus marschieren.

 Die Trinkhalle gibt es seit 38 Jahren, war nicht nur Lebensmittelpunkt des Italieners, sondern immer auch ein Treffpunkt von VfL-Fans. Vor und nach den Spielen trifft man sich bei Giovanni und trinkt sein Bier. „Ich kenne den Kiosk seit den 80er Jahren. Er muss bleiben“, sagt Uwe Liers (50). Seine Frau Michaela fügt hinzu: „Giovanni ist ein Wolfsburger Urgestein. Klar unterstützen wir ihm.“

Auch Lars M. Vollmering, Mitinitiator des aktuellen Fanfilms „20“, kam am Samstag zum Kiosk und spricht sich auch für den Erhalt aus: „Diesen Kiosk kenne ich noch als ich Kind war. Das ist ein Stück Fußballkultur und das muss man einfach wertschätzen. Und das tun die Fans mit dieser Aktion.“ Die Fans skandierten Giovannis Namen und stimmten sich mit VfL-Gesängen aufs bevorstehende Spiel ein. Auf einem Plakat stand: „Einen alten Baum verpflanzt man nicht.“

Über 50 Polizisten begleiteten die Aktion – nicht weil, von den Fans Gefahr ausging, sondern weil man verhindern wollte, dass die Grün-Weißen auf 96-Fans stoßen könnten. Nach drei Aufforderungen, den Platz zu verlassen, kesselten die Einsatzkräfte die VfL-Anhänger solang eine bis die Hannoveraner größtenteils im Stadion waren. Dann wurden die Fans per Polizei-Geleitschutz in die Arena geführt.

Von Redaktion

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