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Retour: Abi nach 13 Jahren kostet Millionen

Wolfsburg Retour: Abi nach 13 Jahren kostet Millionen

Weil das Land zum Abitur nach 13 Jahren zurück kehrt, muss Wolfsburg viel Geld zahlen. Über 13 Millionen Euro wird der Umbau der fünf Gymnasien kosten. Denn plötzlich fehlen Räume, obwohl die Stadt zig Millionen Euro in ihr Schulmodernisierungsprogramm gesteckt hatte.

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Bauarbeiten am Gymnasium Vorsfelde: Die Stadt steckte zig Millionen in Schulsanierungen – und muss jetzt erneut 13,5 Millionen Euro investieren.

Quelle: Archiv / Hermstein

Vor zwölf Jahren führte Niedersachsen das Abitur nach zwölf Jahren (G8) ein, nun kommt die Kehrtwende zurück zu G9. Das heißt: Mehr Klassen, größerer Raumbedarf, „wir rechnen mit Umbaukosten von mehr als 13 Millionen Euro“, bestätigt Stadt-Sprecher Andreas Carl. Dabei sind Lehrerarbeitsplätze, höhere Kantinen-Kapazitäten und WCs noch gar nicht eingerechnet.

Besonders bitter: Das THG wurde für über 13 Millionen Euro grundsaniert, in Vorsfelde das Gymnasium für viel Geld eingeführt - nun sind wohl neue Anbauten fällig. Während ärmere Kommunen, vereinfacht gesagt, die zwischendurch ungenutzten Klassenräume einfach wieder aufschließen können, muss Wolfsburg doppelt investieren - Fluch der guten Tat.

Zum Glück besteht an den Gesamtschulen kein Handlungsbedarf, weil dort weiter das Abi nach 13 Jahren galt. Und: Bei Neubau und Sanierung des Ratsgymnasiums (14 Millionen) sind die neuen Anforderungen bereits einkalkuliert.

Und was sagt der Schulausschuss zum Kurswechsel der rot-grünen Landesregierung? Ingolf Viereck (SPD) hält sich mit Kritik an den Genossen zurück: „Das Land korrigiert einen pädagogischen Fehler“, die Kosten seien eine „nicht so erfreuliche Begleiterscheinung“. Auch Werner Reimer (CDU) sieht es pragmatisch: „Mir wäre zwar eine einheitliche Abitur-Regelung für ganz Deutschland lieber“, dass die Kommunen auf den Kosten sitzen bleiben, sei aber logische Konsequenz der Aufgabenverteilung.

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