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Respekt und Mut: Preis erinnert an KZ-Häftling

Wolfsburg Respekt und Mut: Preis erinnert an KZ-Häftling

Sich mutig für andere Menschen einsetzen und ihnen respektvoll begegnen - um dieses Thema geht es bei einem Preis, den der Verein „Erinnerung und Zukunft“ erstmals verleihen will. Der Preis ist nach dem KZ-Häftling und Widerstandskämpfer Maurice Gleize (1909 bis 2003) benannt. Gestern stellten Vorsitzende Giesela Rühl und ihre Stellvertreterin Betty Rannenberg das Projekt vor.

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Gegen das Vergessen: Gerald Kulms, Giesela Rühl und Betty Rannenberg stellten den Maurice-Gleize-Preis vor.

Quelle: Photowerk (bb)

Der Wettbewerb soll Jugendliche ab 14 Jahren ansprechen. Schulklassen, Vereine, aber auch Einzelpersonen können mitmachen. Die Beiträge können Texte, Gedichte oder Theaterstücke sein. Damit sich viele junge Leute beteiligen, informiert GEW-Vorsitzender Gerald Kulms die Lehrer. Der Verein lobt den Preis ganz bewusst im Jahr des 75. Stadtgeburtstages aus. „Die dunklen Jahre der Nazi-Zeit tauchten beim Jubiläum kaum auf“, bedauern Rühl und Rannenberg.

Der Wettbewerb solle als „Weckruf“ verstanden werden. Er ist dem französischen Widerstandskämpfer Maurice Gleize gewidmet. „Er setzte sich für eine demokratische Gesellschaft ein und kämpfte gegen Ausgrenzung von Minderheiten“, so Rannenberg. In Gleizes Druckerei wurde eine Widerstandszeitung gedruckt - die Gestapo verhaftete ihn 1943 und brachte ihn ins Konzentrationslager Neuengamme, von dort kam er in das KZ-Außenlager auf dem Laagberg in der Stadt des KdF-Wagens.

Nach seiner Befreiung durch die Rote Armee engagierte er sich weiter politisch und sorgte dafür, dass eine Stele an das KZ-Lager auf dem Laagberg erinnert. Gleize war oft zu den Gedenkfeiern am 8. Mai in Wolfsburg.

Der Verein prämiert die besten Beiträge mit Geldpreisen. Einsendungen bis 1. März 2014 an Giesela Rühl, Brüder-Grimm-Straße 24, 38448 Wolfsburg.

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