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Relegationsspiel: „Null-Toleranz-Strategie“ ging auf

Polizei-Bilanz nach dem Derby Relegationsspiel: „Null-Toleranz-Strategie“ ging auf

Bilanz nach dem Großeinsatz der Polizei beim Relegations-Derby zwischen dem VfL Wolfsburg und Eintracht Braunschweig am Himmelfahrtstag. Aus Sicht der Polizei ist die Strategie, beide Fanlager klar voneinander zu trennen, aufgegangen. Dennoch gab es reichlich Konfliktpotenzial.

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Null-Toleranz-Strategie: Weil Steine und Flaschen auf die Polizisten flogen, setzen diese auf dem Weg der Eintracht-Fans zum Stadion auch den Wasserwerfer ein.

Wolfsburg. Auf dem Weg der Braunschweiger Fans zum Stadion kam der Wasserwerfer am St. Annen-Knoten zum Einsatz, auf dem Rückweg gab es Prügeleien zwischen den Anhängern beider Lager. Für die VfL-Anhänger wird es am Montag einen Bus-Shuttle nach Braunschweig geben.

„Als auf die Polizeibeamten Steine und Flaschen flogen, setzten wir den Wasserwerfer ein“, sagte Polizeisprecher Sven-Marco Claus. Das war aus Sicht von Dagmar Kavemann aus Lehre, die sich dem Tross mit rund 1200 Eintracht-Anhängern angeschlossen hatte und sich gestern bei der WAZ meldete, „unverhältnismäßig“. „Ich bekam eine volle Breitseite ab und habe eine Prellmarke im Gesicht.“

Nach dem Schlusspfiff suchten einige Fans auf dem Rückweg gezielt die Konfrontation. Auseinandersetzungen zwischen VfL- und Eintracht-Anhängern gab es vor dem Stadion, auf dem Weg zum Hauptbahnhof und direkt auf dem Vorplatz. „Dabei trugen die Beteiligten Blessuren davon“, so der Polizeisprecher.

„Insgesamt gab es 16 Körperverletzungen, sechs Mal Landfriedensbruch und einen versuchten Raub“, berichtete Claus. Unter dem Strich sei die Null-Toleranz-Strategie aufgegangen. Zentrale Elemente waren das frühzeitige Einkesseln von Braunschweig-Fans vor der Markthalle, während sich viele VfL-Fans, kontrolliert von der Polizei, im Kaufhof aufhielten.

„Ein großes Lob gilt den Einsatzkräften der Polizei, die durch ihr konsequentes Handeln die Situation unter Kontrolle hatten“, sagte Oberbürgermeister Klaus Mohrs (SPD). Dank an die Einsatzkräfte gab es auch von VfL-Geschäftsführer Dr. Tim Schumacher.

„Massive Verspätungen im Busverkehr gab es am Himmelfahrtstag nicht“, sagte WVG-Sprecherin Carolin Hoppe. Gleichwohl konnten Busse die Haltestellen ZOB und Hauptbahnhof zeitweilig nicht anfahren

Erhebliche Verkehrsprobleme gab es nach dem Spiel insbesondere auf der Berliner Brücke, über die die Polizei die Fans geleitete. Autofahrer standen bis zu eineinhalb Stunden im Stau.

Für die Fahrt zum Spiel am Montag nach Braunschweig setzen VfL und WMG dann Sonderbusse ein, die an der Volkswagen-Arena abfahren.

joe

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