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Relegationsspiel: Ausnahmezustand in Wolfsburg

Polizei setzte auf „Null-Toleranz-Strategie“ Relegationsspiel: Ausnahmezustand in Wolfsburg

Polizei-Hundertschaften, Hubschrauber und verletzte Fußball-Fans rund um den Sieg des VfL gegen die Eintracht: Die Stadt glich zum Relegationsspiel einem Hochsicherheitstrakt, zudem musste der Wasserwerfer gegen Eintracht-Fans eingesetzt werden. Es gab Verletzte und es wurde Pyrotechnik abgefackelt.

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Bengalos und Pyrotechnik: Die Polizei setzte gegen Eintracht-Fans auf der Berliner Brücke Wasserwerfer ein. Dort eskalierte die Situation, als einige Fußball-Anhänger mit Steinen und Flaschen nach Einsatzkräften warfen.

Wofsburg. Immerhin: Die Einsatzkräfte schafften es bis zum Anpfiff, die Fan-Gruppen strikt voneinander zu trennen.

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Die Polizei war seit dem frühen Morgen unterwegs, in der gesamten Stadt postierten sich Einsatzwagen, vom Himmel aus überblickte ein Polizei-Hubschrauber die Lage. Am Bahnhof wurden schon am frühen Vormittag die ersten 300 Braunschweig-Fans abgefangen und zur Markthalle geführt. Der Bereich wurde großräumig abgeriegelt und umzäunt, ein Wasserwerfer stand zeitweise in Position. Am späten Nachmittag traf der Entlastungszug aus Braunschweig mit knapp 1000 Blau-Gelben ein. Gemeinsam mit den übrigen Fans wurde der Tross über die gesperrte Heßlinger Straße, Berliner Ring und Berliner Brücke geführt. Hier eskalierte die Situation: Die Braunschweiger warfen mit Flaschen und Steinen nach den Polizisten. Es kam der Wasserwerfer zum Einsatz, dabei erlitten einige Personen Verletzungen.

Zur gleichen Zeit mussten Einsatzkräfte eine große Gruppe von VfL-Fans am alten Stadion festsetzen - sie musste warten, bis die Eintracht-Anhänger die Arena erreicht hatten. Vor Anpfiff hat es die Polizei tatsächlich wie geplant geschafft, die Fangruppen nicht aufeinandertreffen zu lassen. „Die konsequent im Vorfeld kommunizierte und bisher praktizierte Null-Toleranz-Strategie der Wolfsburger Polizei bei sich anbahnenden Gewalttaten hat Wirkung gezeigt“, so Einsatzleiter Polizeidirektor Olaf Gösmann. Auch nach dem Sieg des VfL wurden die Fangruppen konsequent voneinander getrennt.

Schon in der Nacht vor dem Derby kam es zu einer handfesten Auseinandersetzung zwischen Wolfsburger und Braunschweigern in der Schillerstraße: Zwei 18 Jahre Eintracht-Fans wurden von einer zehnköpfigen Gruppe von VfL-Ultras gegen 0.15 Uhr in einem Hinterhof angegriffen und mit Schlägen und Tritten traktiert. Die Polizei nahm zwei einschlägig bekannte VfL-Fans (25/27) fest. Die Ermittler prüfen die Möglichkeit eines Langzeitgewahrsams bis nach dem Ende des Rückspiels am Montag in Braunschweig.

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