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Razzia in Wolfsburger Nagelstudio

Mitarbeiterinnen schwarz beschäftigt Razzia in Wolfsburger Nagelstudio

Gleich zweimal innerhalb weniger Monate filzte der Zoll ein Wolfsburger Nagelstudio, zweimal das gleiche Bild: Dort wurden Asiatinnen schwarz beschäftigt. Die Strafanzeige geht jetzt zur Staatsanwaltschaft.

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Razzia des Zoll im Nagelstudio: Asiatinnen ohne Sozialversicherung.

Quelle: Archivt

Wolfsburg. War das Dreistigkeit oder pure Dummheit? Bereits im Februar hatte der Zoll ein Wolfsburger Nagelstudio überprüft und war fündig geworden – dort arbeiteten Asiatinnen, die nicht zur Sozialversicherung angemeldet worden waren. Jetzt schauten die Kontrolleure im gleichen Nagelstudio nach: Das Ergebnis war das gleiche.

Bereits im Februar hatte der Zoll im Geschäft der Betreiberin zwei Asiatinnen angetroffen, die dort schwarz arbeiteten; eine hatte sogar weder Aufenthalts- noch Arbeitsgenehmigung. So schnell kommen die Beamten nicht wieder, dachte sich wohl die Unternehmerin, und machte offenbar munter weiter wie gehabt. Überraschung: Jetzt tauchte der Zoll mit 15 Einsatzkräften und einem richterlichen Beschluss erneut auf und filzte neben dem Studio auch zwei Wohnungen der Inhaberin. Das Bild im Nagelstudio schildert Zoll-Sprecher Andreas Löhde so: „Alle Personen waren zwar freundlich und kooperativ“ – angemeldet zur Sozialversicherung waren die Mitarbeiterinnen wieder nicht. Eine kümmerte sich gemeinsam mit der Chefin um Kundschaft, eine andere übte an einem Fingermodell. Und zwar nicht nur die Nagelpflege, sondern fleißig auch deutsche Vokabeln wie „Halten Sie bitte still“.

Zoll-Pressesprecher Andreas Löhde: „Wenn ich schon einmal negativ aufgefallen bin, sollte ich doch versuchen, mich wenigstens danach an die Regeln zu halten. Aufgeflogene Schwarzarbeiter durch neue Schwarzarbeiter zu ersetzen, ist nicht der Sinn unserer Kontrollen“. Die Beamten fertigten eine Strafanzeige, offizielles Delikt: Vorenthalten von Arbeitsentgelt. Dafür drohen bei einer Verurteilung im schlimmsten Fall fünf Jahre Freiheitsstrafe.

Von Ulrich Franke

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