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Rat beschließt Umbau des Nordkopfs

Diskussion um die Kosten Rat beschließt Umbau des Nordkopfs

Der Umbau des Verkehrsknotenpunktes am Nordkopf sorgte am Mittwoch für Diskussionen im Rat der Stadt. Der PUG waren die Kosten zu hoch, Fraktionsvorsitzende Bärbel Weist: „Das ist eine sehr teure Übergangslösung.“ Sie erinnerte die Verwaltung an den seit Jahren bestehenden Wunsch eines Zentralen Omnibusbahnhofs am Nordkopf.

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Verkehr am Nordkopf: Für das neue Stadtwerke/LSW-Hochhaus wird der Knotenpunkt umgebaut. Straßen werden verbreitert, ein Vorplatz entsteht. Zum Teil wird dies aber eine Übergangslösung sein.

Quelle: Sebastian Bisch

Stadtmitte. Zum Hintergrund: Im Herbst eröffnet der „Wolfsburger Nordkopf Tower“ (WNT). Das achtstöckige Gebäude wird neues Verwaltungshochhaus der Stadtwerke/LSW. Damit eine halbwegs vernünftige Verkehrsanbindung gewährleistet ist, legte die Verwaltung die gestrige Vorlage zur Abstimmung vor. Die Crux: Es handelt sich um eine 1,17 Millionen Euro teure Übergangslösung. In Zukunft muss der Nordkopf auch mit der so genannten Grünen Route, einem Mobilitätszentrum oder Zentralen Omnibusbahnhof in Einklang gebracht werden. Die PUG lehnte die Vorlage ab. Die Grünen enthielten sich, Ratsherr Frank Richter: „Die gedankliche Realisierung der Grünen Route hätte stärker eingebracht werden müssen.“

SPD und CDU zeigten (wie in allen anderen Punkten übrigens auch) wieder Konsens. Sabah Enversen (SPD): „Der Nordkopf markiert die Eingangssituation zu den Outlets. Da können wir doch keine Baustelle stehen lassen.“ Kristin Krumm (FDP) blies ins gleiche Horn, während PUG-Ratsherr Jens Tönskötter daran erinnerte, dass der Ortsrat die Vorlage abgelehnt hat. „Es gab erhebliche Diskussionen. Lassen Sie uns die Vorlage in die Themen Vorplatzgestaltung und Verkehr teilen“, appellierte er ans Ratsrund - und legte nach: „Es ist fast schon skandalös, wie SPD und CDU dem hier zustimmen können.“ Auch AfD-Mann Thomas Schlick befand: „Dem Ortsrat hätte man mehr Mitspracherecht zugestehen müssen.“

Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide klärte auf: „Nur ein Drittel der Kosten sind ein Provisorium, der Rest fließt in den tatsächlichen Endausbau.“ Gegen 13 Nein-Stimmen und bei zwei Enthaltungen ist der Vorlage letztlich zugestimmt worden.

Der neue Stadtbaurat: Oberbürgermeister Klaus Mohrs (links) und Ratsvorsitzender Ralf Krüger (rechts) gratulierten Kai-Uwe Hirschheide zur einstimmigen Wahl.

Ein erfreuliche Nachricht: Wolfsburg hat jetzt ganz offiziell einen neuen Stadtbaurat. Kai-Uwe Hirschheide wurde am Mittwochabend als Nachfolger von Monika Thomas, die im Sommer ins Bundesministerium wechselte, ernannt. Zwar mokierte sich vor der Abstimmung die AfD über das Vorgehen bei der Kandidatenauswahl, was eine längere Diskussion im Ratsrund zur Ursache hatte, aber am Ende sagten alle Ja zu Hirschheide. Der frisch gekürte Stadtbaurat: „Ich bin total überwältigt.“

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