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Stadt Wolfsburg Räumungsklage: Trinkhalle soll weg
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Räumungsklage: Trinkhalle soll weg
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09:55 28.05.2018
Räumungsklage: Investor KKL Immobilien will die Trinkhalle von Giovanni Moschetto (Bild) schließen. Quelle: Britta Schulze
Wolfsburg

 Seit 39 Jahren betreibt Giovanni Moschetto (83) den Kiosk am Amtsgericht. „Früher war es ein kleiner Supermarkt“, blickt Moschetto zurück. Später siedelten sich Supermärkte in der Nähe an. Heute verkauft er überwiegend Tabakwaren, Süßigkeiten und Getränke. „Nach dem Tod von Frau und Sohn ist der Kiosk mein einziger Lebensinhalt“, sagt er.

Fans starten Protestaktion

Seit vielen Jahren ist der Kiosk Treffpunkt von Fußball-Fans. „Hier treffen sich nicht nur VfL-Fans, sondern auch Fans von anderen Mannschaften“, betont Sven Pieper vom VfL-Fanclub Ahmstorfer Pirates. Bürgermeister Günter Lach (CDU) sieht in der Trinkhalle „ein Stück Wolfsburger Fußballkultur“.

Kämpferisch: VfL-Fan Sven Pieper (l.) kämpft gemeinsam mit vielen weiteren Grün-Weißen für den Erhalt der Trinkhalle von Giovanni Moschetto. Quelle: Roland Hermstein

Der neue Grundstückseigentümer – KKL Immobilienmanagement aus Berlin – will die Trinkhalle trotzdem weghaben: Er kündigte den Pachtvertrag. Mit Unterschriftenlisten und Rechtsanwalt wehren sich Moschetto und Fußballfans gegen die Pläne. Jetzt reichte KKL Immobilienmanagement Räumungsklage ein. Mit finanzieller Hilfe von Fußballfans nahm sich Moschetto einen Rechtsanwalt.

„Chancen stehen 50:50“

„Die Chancen stehen 50:50, dass Giovanni Moschetto bleiben darf“, sagt sein Anwalt Christian Thies. Er habe seine Stellungnahme zur Klage eingereicht und warte auf einen Gerichtstermin. Das tut auch Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg: „Über unseren Fanbeauftragten Carsten Ihle stehen wir in gutem Kontakt zu Fans und Giovanni Moschetto“, sagt VfL-Sprecherin Barbara Ertel-Leicht. Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide habe ein Gespräch mit dem Investor geführt, berichtet Stadtsprecherin Sabrina Dünschede. „Dieser blieb jedoch bei seiner Haltung.“ Da es sich um ein privates Grundstück handele, „hat die Stadt keine weitere Handhabe“.

Enttäuscht: Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide hat mit Investor KKL Immobilien gesprochen – doch bleibt bei seinen Plänen. Quelle: Stadt Wolfsburg

Neuer Standort

Viele Fans – und auch Giovanni Moschetto – sind kompromissbereit: Müsse die Trinkhalle vom jetzigen Standort weg, müsse man eben einen neuen suchen. Stadtsprecherin Dünschede dämpft Hoffnungen: „Einen städtischen Alternativstandort gibt es nicht.“ Auch Ertel-Leicht sagt: „Wir müssen jetzt erst einmal das Verfahren abwarten.“ Vertreter der KKL Immobilien wollten sich trotz mehrfacher Nachfrage gegenüber der WAZ nicht zum Verfahren äußern.

Von Carsten Bischof

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