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Radfahrerin erfasst: Wäre Unfall zu verhindern gewesen?

Autobahn-Abfahrt Frankfurter Straße Radfahrerin erfasst: Wäre Unfall zu verhindern gewesen?

Der schwere Unfall mit einer Radfahrerin am Montag auf der Frankfurter Straße war absehbar, sagt Klaus Seiffert. Der Chef der Verkehrswacht fordert seit langem, den unübersichtlichen Abfahrtsbereich von der A 39 zu entschärfen.

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Gefährliche Ecke: Der Radweg an der Frankfurter Straße.
 

Quelle: Boris Baschin

Wolfsburg.  Wäre der schlimme Unfall mit einer Radfahrerin am Montag auf der Frankfurter Straße zu verhindern gewesen? „So etwas habe ich kommen sehen“, sagt Klaus Seiffert. Der Vorsitzende der Wolfsburger Verkehrswacht kämpft seit Jahren dafür, dass der für Radfahrer gefährliche Abfahrts-Bereich von der A 39 übersichtlicher gestaltet wird. Passiert aber ist herzlich wenig.

Eine Radfahrerin (79) war am Montag auf dem Radweg der Frankfurter Straße von einem Golf erfasst worden, der an der Anschlussstelle Fallersleben von der A 39 kam und nach Fallersleben abbiegen wollte. Die Frau wurde schwer verletzt – der Golf-Fahrer hatte das von rechts kommende Opfer schlicht übersehen.

Klaus Seiffert wundert das nicht. Bereits vor sieben Jahren habe die Unfall-Kommission eine Neugestaltung der dortigen Verkehrssituation gefordert – ähnlich, wie es auf der Wolfsburger Landstraße an der dortigen A-39-Abfahrt damals geschah: Buschwerk wurde radikal zurück geschnitten, der Radweg-Verlauf optimiert, die Radfurt zudem farblich deutlich markiert. Und an der Frankfurter Straße? Seiffert: „Dort wurden nur die Büsche zurück geschnitten, mittlerweile ist natürlich alles wieder zugewachsen. Nach rechts ist für Autofahrer nichts zu sehen“ – von dort aber dürfen, entgegen der eigentlichen Fahrtrichtungen, Radfahrer verkehren.

Und die kommen bisweilen geradezu den Berg aus Richtung Fallersleben „runter geschossen“, sagt Polizeisprecher Thomas Figge. Auch die Polizei habe den Bereich regelmäßig im Blick. Allerdings: In den letzten zwei Jahren gab es lediglich drei Unfälle mit Radfahrern, bis Montag war keiner mit Schwerverletzten dabei – „statistisch gesehen ist das kein Unfall-Schwerpunkt.“

Darauf verweist zwar auch die Stadt. Kalt lässt das Thema trotzdem niemanden: Unabhängig von der Statistik werde es „zeitnah eine aktuelle Betrachtung“ der Situation gemeinsam mit der Polizei und der formal zuständigen Landesbehörde für Straßenbau geben, sagt Stadt-Sprecherin Elke Wichmann. Man werde Fahrbahnbeschaffenheit, Beschilderung, bauliche Gegebenheiten und Bewuchs genau betrachten und entscheiden, ob und welche Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit ergriffen werden könnten.

Von Ulrich Franke

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