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Pyro-Vorfall: VfL will „lückenlose Aufklärung“

Wolfsburg Pyro-Vorfall: VfL will „lückenlose Aufklärung“

Die Pyro-Attacke aus dem VfL-Gästeblock war am Mittwoch Gesprächsthema in ganz Fußball-Deutschland. Mehrere Wolfsburger hatten bengalische Feuer im Stadion von Hannover 96 abgefackelt, das brennende Geschoss einer Leuchtrakete war auf der Ersatzbank der Gastgeber gelandet. Polizei und DFB-Kontrollausschuss ermitteln.

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Wolfsburger Chaoten: Anhänger des VfL fackelten in Hannover bengalische Feuer ab. Verteidiger Dante (kl. Foto) beobachtet ein niedergehendes Geschoss.

Quelle: dpa

Ein offizielles Statement zu den Vorgängen veröffentlichte der VfL am Abend.

„Der VfL Wolfsburg verurteilt die Vorkommnisse im Rahmen unseres Bundesliga-Spiels bei Hannover 96 am Dienstagabend aufs Äußerste“, schrieben die VfL-Geschäftsführer Klaus Allofs, Wolfgang Hotze und Thomas Röttgermann. Sie betonen, dass das Abbrennen von bengalischen Feuern und das Abfeuern von Leuchtraketen, die jeweils mit Hunderten Grad Temperatur brennen, „Straftaten“ seien, die „lückenlose Aufklärung“ erforderten. Für Täter und Helfer kündigten sie „ernste Konsequenzen“ an. Die Geschäftsführung habe sich persönlich bei Hannover 96 entschuldigt. VfL-Manager Allofs hatte auch direkt nach der Partie im Fernsehen Stellung genommen - wenn auch recht zurückhaltend.

Tatsächlich war es pures Glück, dass das glühend heiße Geschoss auf der 96-Ersatzbank niemanden ernsthaft verletzt hatte - Ersatzkeeper, Physio und Mannschaftsarzt waren entsetzt in Sicherheit gesprungen.

Die strafrechtlichen Ermittlungen leitet die Polizeidirektion Hannover. Einige Personalien von Wolfsburger Fans hatten Beamte schon vor Anpfiff aufgenommen. Polizeisprecher Holger Hilgenberg: „Bei ihnen hatten wir so genannte Polenböller und nicht gezündete Nebeltöpfe gefunden.“ Die Ermittlungen sollen nun weitere Namen zu Tage fördern.

Dass der VfL die Vorfälle ernst nimmt, macht die Geschäftsführung in ihrem Statement deutlich. Dafür spricht auch, dass sich nach WAZ-Information noch gestern Vormittag der Sicherheitschef der VW-Arena, Fanbeauftragter Holger Ballwanz und szenekundige Polizeibeamte zum Gespräch trafen.

Trotzdem drohen dem VfL empfindliche Strafen für das Verhalten seiner Anhänger. Der DFB teilte mit, dass sein Kontrollausschuss ein Ermittlungsverfahren gegen beide Vereine eingeleitet habe.

kn

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VfL Wolfsburg

Die Pyro-Attacke unmittelbar vor dem Anpfiff des Niedersachsen-Derbys der Fußball-Bundesliga zwischen Hannover 96 und dem VfL Wolfsburg hat ein juristisches Nachspiel. Wie ein DFB-Sprecher am Mittwoch bestätigte, leitet der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes ein Ermittlungsverfahren gegen beide Vereine ein.

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