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Punker hat seinen Hund zurück

Nach Misshandlung: Punker hat seinen Hund zurück

Ein Punker schlägt seinen Hund und übergießt das Tier mit Bier – der Fall vor dem Wolfsburger Bahnhof sorgte im April für Wirbel. Mittlerweile hat der 32-Jährige seinen Hund zwar wieder aus dem Tierheim abholen dürfen; gegen ihn läuft aber ein Strafverfahren.

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Hauptbahnhof: Ein Punker misshandelte seinen Hund, jetzt muss er sich dafür vor Gericht verantworten.

Quelle: Archiv

Wolfsburg. Das hatte viele Menschen empört: Im April misshandelte ein Punker seinen Terrier vor dem Bahnhof – die Polizei schritt ein und brachte den Hund ins Tierheim. Mittlerweile hat der 32-Jährige seinen Jack-Russel-Terrier zurück. Die Behörden sahen keine Handhabe, dem Mann das Tier dauerhaft zu entziehen – allerdings läuft gegen ihn ein Strafverfahren wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz.

Der Hundehalter, ein 32-jähriger Punker aus Oebisfelde, ist der Polizei wegen Gewaltdelikten bekannt. Und so zögerten die Beamten auch nicht lange, als der Mann das Tier im April vor dem Wolfsburger Bahnhof schlug, trat und mit Bier übergoss; das völlig verängstigte Tier kam ins Tierheim.

Im Mai aber holte der Mann seinen Hund dort wieder ab, mit behördlicher Genehmigung. Polizeisprecher Sven-Marco Claus: „Wir haben verfügt, das Tier wieder auszuhändigen.“ Hintergrund: Zur Gefahrenabwehr war der Terrier zwar zunächst ins Tierheim gebracht worden. Eine tierärztliche Untersuchung aber habe ergeben, dass der kleine Hund sich in gutem Allgemeinzustand befinde und es keine Hinweise auf regelmäßige Misshandlungen gegeben habe – für eine längerfristige Entziehung des Tieres sah die Polizei keine Handhabe. „Trotzdem haben wir wegen des Vorfalls im April natürlich ein Strafverfahren wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetzt eingeleitet“, sagt Claus; das Verfahren ist mittlerweile bei der Staatsanwaltschaft anhängig, Ausgang offen.

Pikant am Rande: Für eine Überprüfung, ob der 32-Jährige grundsätzlich für das Halten von Hunden geeignet ist, wäre wegen dessen Wohnsitzes in Oebisfelde der Bördekreis zuständig, wohin die Wolfsburger Verwaltung das Verfahren auch abgegeben hatte. In Sachsen-Anhalt will man mit dem leidigen Fall aber ganz offenbar nichts zu tun haben. Auf WAZ-Anfrage behauptete ein Sprecher des Bördekreises, man habe das Verfahren nach Wolfsburg zurückgeschickt – angekommen ist der Vorgang im Wolfsburger Rathaus nie.

Von Ulrich Franke

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